Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Montag, 05. Januar 2015
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Lok bekannt, Dynamo-Fans gefährlich

Image-Studie zu einem Teil der Ost-Fußballclubs

Riesa/Leipzig. Wer ist bekannt, beliebt, und warum? Danach fragte eine Analyse der staatlichen Studienakademie Riesa zum Image ostdeutscher Fußballvereine. An der Studie nahmen 958 Probanden teil, online und "repräsentativ ausgewählt", wie Sören Bär versichert. Er ist in Riesa Professor für Marketing und Dienstleistungsmanagement und als solcher Leiter der Studienrichtung Event- und Sportmanagement, Bär ist auch Aufsichtsrat beim 1. FC Lok. "Der überwiegende Teil der Untersuchungsteilnehmer lebt in Mitteldeutschland, aber auch Interessenten aus der Schweiz, Österreich, Norwegen, Armenien, ja sogar aus Ecuador und Sri Lanka füllten den Fragebogen im Internet aus", erklärt Bär zum Hintergrund.
In den Mittelpunkt der Befragung wurden Union Berlin, Dynamo Dresden, Lok Leipzig, der Chemnitzer FC, der Hallesche FC, der FSV Zwickau und RB Leipzig gestellt. Warum beispielsweise Zweitligist Aue, Drittligist Cottbus oder Ex-Europapokalsieger Magdeburg, heute Regionalligist wie Zwickau, nicht einbezogen wurden, blieb leider offen.
Beispielsweise für Fünftligist 1. FC Lok erwies sich das jedoch offenbar als vorteilhaft, die Leipziger spielen im Ergebnis eine relativ große Rolle. Ebenso wie Dynamo fasziniert Lok die Fußballanhänger besonders, profitiert von internationaler Bekanntheit. Beide polarisieren allerdings auch sehr. Zugleich betont die Studie, dass Lok dem Ortsrivalen Rasenballsport am unähnlichsten ist. RB habe überhaupt die größte Distanz zu allen anderen, während der 1. FC Lok mit dem HFC und dem CFC laut der Umfrage die größte Ähnlichkeit aufweist. Bei Union Berlin bestechen die hohe Professionalität sowie Familienfreundlichkeit. 86 Prozent der Probanden sehen Lok als international bekannten Club. Lok und Union erreichen übrigens höhere Sympathiewerte als Dynamo. Zugleich werden die Dresdner (Fans) mit klarem "Vorsprung" als gefährlich empfunden

Von: Frank Müller