Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Freitag, 15. Mai 2015
Nur diese Kategorie anzeigen:Leipziger Volkszeitung

Lok hofft auf Rang drei und die Relegation

Den 17. und 21. Juni hat sich Heiko Scholz schon mal dick im Kalender angestrichen. Dann könnten laut NOFV die Relegationsspiele der beiden Oberliga-Staffeldritten um den Regionalliga-Aufstieg steigen. "Natürlich hoffen wir noch darauf", sagt der Lok-Trainer, "aber dazu brauchen wir auch eine Portion Glück." Voraussetzung eins: Der Regionalliga-Meister (Magdeburg oder Zwickau) setzt sich in den Duellen zur dritten Liga gegen Favorit Offenbach durch. Nur dann wird ein Regionalliga-Platz frei und die Relegation ausgetragen. Voraussetzung zwei: Lok, derzeit Vierter, überflügelt den SSV Markranstädt, der einen Punkt Vorsprung hat.
Für Scholz heißt das: Hausaufgaben für die Mini-Chance machen und die letzten vier Oberliga-Partien gewinnen. Heute (14 Uhr) muss Lok zunächst bei der Jenaer Reserve Farbe bekennen. "Wir fahren mit breiter Brust dahin, brauchen aber eine Top-Leistung", weiß der Coach, der auf Marcel Trojandt (Gelbsperre) und den verletzten Steve Rolleder verzichten muss, aber wieder auf den genesenen Abwehr-Recken Ronny Surma zurückgreifen kann.
Vielleicht klettert Lok schon heute auf Rang drei, falls Markranstädt beim starken Tabellen-Zweiten Neugersdorf stolpert. SSV-Trainer Heiko Weber hadert noch mit dem jüngsten 1:1 gegen Aue II: "Damit haben wir Lok nochmals motiviert, dürfen uns keinen Ausrutscher mehr leisten. In Neugersdorf wird es eine enge Kiste." Das Formtief seines angeschlagenen Torjägers Dawid Krieger, der seit Wochen auf den 17. Saisontreffer wartet, sei nur schwer zu kompensieren. "Aber meine junge Truppe ist heiß, will unbedingt in die Relegation."
Scholz plant realistischerweise bereits eine weitere Lok-Saison in der Oberliga. "Wir wollen 13, 14 Spieler halten und uns auf fünf, sechs Positionen verstärken", erklärt der Trainer, "bei unserem weiterhin schmalen Budget wird das schwierig genug." 

Von: Steffen Enigk