Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Mittwoch, 10. Mai 2017
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Lok Leipzigs Etat soll leicht steigen

Schulden abgebaut / mehr Umsatz / 5 neue Spieler

Leipzig. Schulden abbauen, mehr Umsatz generieren und sportlich den nächsten Schritt machen. Die Vision 2020 soll bei Lok Leipzig in drei Jahren wahr werden – der Aufstieg in die 3. Liga. Ein ambitioniertes Ziel, dass die Köpfe im Hinterstübchen qualmen und die Socken auf dem Platz glühen lässt. Vor allem, weil von den eingangs genannten Faktoren die Höhe des Etats abhängig ist.
Seit Februar war der ein Thema bei der „Lokschen.“ Seit dem finalen Gespräch am Dienstagabend im Bruno-Plache-Stadion ist er nun fix. Moderat soll er steigen. „Dabei ist es für die Liga ein bescheidener Etat“, fasste Lok-Leipzig-Präsident Jens Kesseler das Ergbnis zusammen, ohne jedoch eine Summe zu nennen. Als „guter Konsens“, bezeichnete ihn Geschäftsführer Martin Mieth. Nach vielen engen Absprachen sollen das Präsidium, die sportliche Leitung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung einen sechstelligen Betrag beschlossen haben.

„Der Etat ist ambitioniert, aber gleichzeitig kaufmännisch vorsichtig gerechnet“, beschrieb Kesseler. Ein weiterhin präsentes Thema ist bei Lok die Konsolidierung des Vereins – sprich der Schuldenabbau bzw. das Zurückzahlen von Darlehen – der keine riesigen Luftsprünge zulässt. Die Blau-Gelben wollen zukünftig vor allem in den Bereichen Sponsoring und Merchandising ordentlich zulegen. Bei letzterem soll die Umsatzmarke von 400 000 Euro angepeilt werden. Bei der finanziellen Unterstützung ist weiterhin ETL (Franz-Josef Wernze) der größte Geldgeber. „Wir brauchen mehr Stützen“, sagte Kesseler. Das Engagement der Steuerfachberatergesellschaft bleibt in gleicher Höhe wie im vergangenen Jahr.

Die Vereinsverantwortlichen können zudem auf Erfolge verweisen. Denn die auf der Vereinsmitgliederversammlung im vergangenen Dezember erklärte Deckungslücke in Höhe von 200 000 Euro ist geschlossen. Aus eigener Kraft: „Mittels Sponsoring, Darlehen und Spenden“, sagte Kesseler. Auch bei der Mitgliederzahl konnten die Probstheidaer ordentlich zulegen – um mehr als 20 Prozent.
„Es waren akribische und sehr, sehr lange Gespräche“, fasste Trainer Heiko Scholz zusammen, „aber konstruktiv.“ Der Coach kann nun mit seinem Co Rüdiger Hoppe ein Team zusammenstellen, mit dem sie sich im oberen Tabellenmittelfeld festbeißen wollen. Die Kaderbeite bleibt bestehen. „20 plus 3“, sagte Scholz. Drei gestandene Spieler will er verpflichten, zudem mindestens zwei ganz junge. „Solche wie Peter Misch, die sich entwickeln“, erklärte der 51-Jährige.

Fünf Abgänge stehen dem Gegenüber. Daniel Becker, Steven Heßler, Kevin Zimmermann, Ramon Hofmann und Christopher Schulz gehen. Felix Brügmann, Paul Schinke und Benjamin Kirsten haben Verlängerungsangebote auf dem Tisch.

Von: ALEXANDER BLEY