Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Sonntag, 10. Mai 2015
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Lok rückt dem SSV näher auf die Pelle

Scholz-Team siegt in Cottbus, Weber-Männer mit Remis

Leipzig. Die Oberliga-Plätze eins und zwei sind fix an die U23 von RB Leipzig (4:0 beim CFC) und das gut abgehangene Team des FC Oberlausitz Neugersdorf (2:1-Sieg bei den Dresden-Bubis) vergeben. Das Rennen um den möglicherweise güldenen Bronze-Platz nimmt Fahrt auf.
Aktuell hat der SSV Markranstädt mit 48 Punkten Rang drei annektiert, muss sich aber blau-gelben Zudringlichkeiten erwehren. Während der SSV daheim über ein 1:1 gegen die starke U23 von Erzgebirge Aue nicht hinaus kam, holte der 1. FC Lok Leipzig bei der Reserve von Energie Cottbus einen 1:0-Sieg und verbreitet in Markranstädt mit jetzt 47 Zählern Angst und Schrecken.
"Es geht eng zu", sagt SSV-Macher Holger Nussbaum. "Man darf jetzt vor allem eines nicht: die Nerven verlieren." Das Remis gegen jung-dynamische Auer wertet Nussbaum nicht als Rückschlag. "RB und Lok haben gegen Aue verloren. Die können rennen und kicken, haben einen sensationellen Torwart." Der heißt Mario Seidel und trieb die Markranstädter Fußballer in den Wahnsinn. Einzig Kamm Al-Azzawe knackte den Safe.
Ein geschmeidiges Händchen bewies Lok-Trainer Heiko Scholz gestern vor 438 Fans (200 aus Leipzig) im Stadion der Freundschaft. Scholz wechselte in der Halbzeit Andy Wendschuch ein und der köpfte nach einer Stunde aus Nahdistanz das alles entscheidende 1:0. Norikazu Murakami glänzte als Vorarbeiter. Kurz danach vergab Gianluca Marzullo die Chance zur Entscheidung. Scholz: "Wir machen das 2:0 nicht und dann ist es eben bis zum Abpfiff eine heiße Kiste. Wenn wir Pech haben, kriegen wir einen Elfer. Mit dem 1:0 können wir guter Dinge in die neue Trainingswoche gehen."
Nix anbrennen ließ der Unterbau von RB Leipzig beim souveränen 4:0 in Chemnitz. Torschützen: Tom Nattermann (3) und Vincent Babiega.

Von: Guido Schäfer