Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Donnerstag, 07. September 2017
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Schwarze Serie beenden

Lok will gegen Viktoria Berlin erstmals gewinnen

Leipzig. Schaut man in die Bilanz des 1. FC Lok seit Wiedergründung, gibt es nur wenige Gegner, gegen die der Regionalliga-Dritte in einem Pflichtspiel noch nie gewonnen hat. Bei mindestens vier absolvierten Partien trifft das neben Meuselwitz und RB Leipzig (I und II) nur noch auf Viktoria Berlin zu, den morgigen Gegner (13.30 Uhr/Bruno-Plache-Stadion). Drei Remis, eine Niederlage, so lautet die magere Bilanz. Im Vorjahr trennten sich die Klubs 2:2 und 3:3.

Heiko Scholz will auf solche Zahlenspiele wenig geben. „Jede Serie geht auch mal zu Ende“, sagt der Lok-Trainer und kündigt an, voll auf Sieg zu spielen. „Wir wollen drei Punkte, wir wollen uns oben festsetzen.“ Die Offensive der viertplatzierten Berliner bezeichnet er als „ordentlich“. Angreifer Abu Bakarr Kargbo (7 Tore) und Mittelfeldstratege Ümit Ergirdi (5 Tore) sollte die Lok-Defensive mit Argusaugen beobachten. „Aber nach hinten“, so Scholz, „haben sie auch ihre Schwächen.“ Siehe neun Gegentore aus fünf Spielen.

Nur der Blick aufs Lazarett freut den 51-Jährigen kaum. Vor allem im Mittelfeld klaffen nach den Ausfällen der Neuzugänge Sascha Pfeffer (Meniskus) und Maximilian Pommer (Rücken) sowie Nils Gottschick (Meniskus) Lücken. Fehlen wird nach seiner gelb-roten Karte beim 0:1 in Nordhausen auch Innenverteidiger Christian Hanne. Für ihn dürfte Youngster Peter Misch in die erste Elf rücken.
Sollte Scholz offensiver agieren wollen, wäre Andy Wendschuch, der sich in den Testspielen gegen die SG LVB und Panitzsch/Borsdorf mit fünf Toren gut verkaufte, eine Alternative. Paul Schinke dürfte in der Zentrale gesetzt sein. So oder so kündigte Scholz an: „Wir wollen Druck machen.“

Von: Thomas Fritz