Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Freitag, 08. Dezember 2017
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Steiniger Weg Richtung 3. Liga

Lok Leipzig hat dank Ticketvorverkauf mehr Planungssicherheit

Leipzig. „Wir stehen langsam an der Schwelle zum Profifußball“, markiert Heiko Scholz den Standort seines Teams in der Regionalliga. Sportlich kann sich das Abschneiden des 1. FC Lok L eipzig bisher sehen lassen: 5. Platz, 27 Punkte, in unmittelbarer Schlagdistanz zum Podest. Auch wenn Cottbus um 14 Punkte enteilt ist, den Aufstiegsspielen energisch entgegenfliegt, gilt es in Probstheida, bereits jetzt die Weichen für die Zukunft zu stellen. Schließlich möchten Blau-Gelb wieder im bezahlten Fußball kicken. „Die Sportstadt verträgt drei Vereine. Jeder auf seinem Niveau“, begründet Scholz. Loks erklärtes Ziel in den kommenden Jahren: 3. Liga.

Dafür müssen der Etat wachsen und die Rahmenbedingungen samt Stadion verbessert werden. Sprich finanziell muss sich was tun. Dabei macht Lok kleine Schritte. So konnte der FC beim Kartenvorverkauf deutlich zulegen. „Wir haben die Quote um 30 Prozent gesteigert“, erklärte Martin Mieth. Für den Lok-Geschäftsführer bedeutet der Zuwachs zugleich Planungssicherheit. 3500 Zuschauer kommen im Schnitt ins Bruno-Plache-Stadion.

Die Zuwachsraten im Vorverkauf möglich macht ein neues Ticketingsystem. Der 1. FC Lok arbeitet seit diesem Jahr mit der Ticketgalerie Leipzig zusammen. Vor allem in den Städten Delitzsch, Eilenburg und Wurzen wird der Kartenvorverkauf in den LVZ-Geschäftsstellen sehr gut genutzt.
Gestern wurde die Kooperation zwischen der LVZ und Lok Leipzig offiziell ausgebaut. Das Medienunternehmen reiht sich in den Pool der Sponsoren ein. „Lok hat im Kern eine Marke, Fußball pur. Das wird gelebt und ist unterstützenswert“, sagte LVZ-Geschäftsführer Björn Steigert.

Will Lok die Vision 2020 wahr werden lassen, muss finanziell aufgerüstet werden. Zumindest sportlich vereinfacht sich der Weg in der kommenden Saison. Dann muss der Meister des Nordostdeutschen Fußballverbandes nicht mehr in die Aufstiegsspiele. Diese Übergangslösung bis zur endgültigen Regionalliga-Reform wurde gestern auf dem Bundestag des Deutschen Fußball-Verbandes (DFB) beschlossen. „Ich bin da relativ cool. Aber es ist gut, dass der Osten sich gewehrt hat“, so Scholz über die DFB-Entscheidung.

Der Coach konzentriert sich auf den Alltag. Am Mittwoch (19 Uhr) wird im Plache-Stadion die Partie gegen den Berliner AK nachgeholt. Sein Team geht ausgeruht an den Start, trainiert bis dahin durch. 3200 Karten sind bereits verkauft.

Von: bly