Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Dienstag, 02. Mai 2017
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Stürmerstar Henning Frenzel feiert heute 75.

Lok-Legende schenkte den Fußballfans große Momente

Leipzig. Einer der besten, wenn nicht der beste Mittelstürmer, der je für Leipziger Farben stürmte, feiert heute seinen 75. Geburtstag. Der gebürtige Geithainer Henning Frenzel wechselte 1959 als blutjunges Talent zu DDR-Oberligist SC Lok Leipzig. Im Dezember 1961 kam er erstmals in der DDR-Auswahl zum Einsatz, für die er 56 Mal stürmte und 19 Treffer erzielte. Zudem spielte er 15 Mal für die Olympia-Auswahl, mit der er 1964 Bronze in Tokio holte.

Im Klubfußball feierte Frenzel mit dem SC Leipzig, nachmals 1. FC Lok Leipzig, große Erfolge. Unvergessen zum Beispiel das 3:1 über Benfica Lissabon im Dezember 1966 vor 75 000 Zuschauern im Zentralstadion oder die großartige Serie im UEFA-Cup 1973/74, als er mit Lok bis ins Halbfinale vorstieß, dabei unter anderem gegen Bundesligist Fortuna Düsseldorf vor 80 000 Fans ein Traumtor zum 3:0 und dem damit verbundenen Weiterkommen beisteuerte. Lok schied erst gegen Tottenham Hotspurs aus, nachdem zuvor mit Wolverhampton Wanderers und Ipswich Town zwei weitere englische Topteams sowie mit dem AC Turin auch starke Italiener eliminiert worden waren. Da war der grandiose Techniker schon zum Mittelfeldregisseur umfunktioniert. 1976 holte er mit Lok den FDGB-Pokal. Zuvor war er zweimal in Endspielen leer ausgegangen. Frenzel bestritt stattliche 420 Erstliga-Partien, erzielte dabei 152 Treffer, 22 davon verhalfen ihm 1965/66 zur Krone als Torschützenkönig der DDR-Oberliga. Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete der gelernte Maurer ab 1978 als Trainer.

Die Geburtstagsparty ist fürs Wochenende anberaumt, wo weiß der Jubilar jedoch noch nicht. „Da wird wohl eine Überraschung geplant“, ahnt er und ist gespannt, was seine Frau Gudrun sowie seine drei Töchter nebst Enkelschar da vorhaben. „Weil sie arbeiten müssen, feiern wir nicht genau an meinem Geburtstag.“ Die Schar der telefonischen Gratulanten dürfte aber schon am heutigen Tag riesig werden.

Von: Frank Müller