Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Mittwoch, 19. Juli 2017
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Thomas Löwe will „Plache-Stadion aufleben lassen“

Neuer Lok-Präsident ist an vielen Fronten gefordert

Leipzig. Seit Montag ist es offiziell. Thomas Löwe tritt die Nachfolge von Jens Kesseler an, der wegen der beruflichen Belastung als Präsident des 1. FC Lok Leipzig zurückgetreten war. Die einstimmige Wahl des Präsidiums ist ein Zeichen für Kontinuität. Der 49-Jährige möchte in den kommenden drei Jahren genau dort anknüpfen, wo sein Vorgänger aufgehört hat – den Verein weiter nach vorn bringen. „Der strategische Plan steht“, sagt der Unternehmer. Namentlich ist das die „Vision 2020“. Demnach soll die Lokomotive in den kommenden drei Jahren bis in die 3. Liga dampfen. Dafür gilt es noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Und die betreffen nicht nur das Fußball-Team sondern vor allem das Umfeld.

Vor allem an der Infrastruktur im und um das Bruno-Plache-Stadion muss angepackt werden. Der Anfang ist gemacht, auch dank Löwe. Als Kopf des Baubeirates hat er die ersten Umbauarbeiten im Stadion angestoßen. Etwa die sukzessive Kapazitätserweiterung im Stadion. Am Ende dieser soll das „Plache“ wieder 13 000 Zuschauer fassen. Zudem wird seit einigen Monaten in der Trainingshalle gewerkelt, der verschlissene Rasenteppich ist raus. Demnächst kommen die Handwerker und bringen die Halle auf den neuesten Stand. Das ist mit der Heizung schon geschehen. Der alte Ölsauger ist Geschichte. Moderne und vor allem sparsame Brennwerttechnik ist bereit für den Einsatz.
„Wir müssen die Voraussetzungen für ein Nachwuchsleistungszentrum schaffen“, erklärt Löwe als eines seiner Ziele. Um diesen Status zu erreichen ist ein Kunstrasenplatz von Nöten. Der steht als nächstes Projekt in der Pipeline.

Aber nicht nur an der Substanz soll gewerkelt werden. „Wir müssen in den kommenden Jahren die Verwaltung professionalisieren, wollen die Mitgliederzahl auf über 3000 steigern und das Bruno-Plache-Stadion als Veranstaltungsort interessanter machen. Für Konzerte und Festivals etwa.
Ergo sollen sich die Einnahmen des Vereins erhöhen. Dazu sollen auch neue Sponsoren beitragen.
Löwe, der in der Nähe des Plache-Stadions aufwuchs (Am Geleinholz), ist seit seinem neunten Lebensjahr Lok-Fan. „Mit 14 war ich süchtig nach Lok“, sagt der Unternehmer, der seit knapp zehn Jahren Sponsor bei den Blau-Gelben ist. Der Fliesenlegermeister beschäftigt in seiner Firma 16 Mitarbeiter. Das FT-Fliesenteam existiert seit August 1993. Nach dem Engagement im Lok-Baubeirat folgte im Juli 2015 die Wahl ins Präsidium. Von Olaf Winkler und Jens Kesseler wurde Löwe damals gefragt. „Mein Interesse war damals, dass die Infrastruktur im Präsidium angesiedelt wird“, begründete der zweifache Familienvater sein Engagement. 

Von: Alexander Bley