Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Freitag, 24. April 2015
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Vogel hat Respekt, Spauke appelliert an die Fans

Brisanter Oberliga-Gipfel zwischen RB II und Lok

"Alle Widrigkeiten abhaken, den Kampf annehmen und eine Überraschung gegen die fitteste und spielstärkste Mannschaft der Liga schaffen." So lautet die Marschrichtung von Lok-Trainer Heiko Scholz für den heutigen Oberliga-Gipfel bei Spitzenreiter RB II (15 Uhr, Markranstädt). Für Lok geht es um wichtige Punkte im Aufstiegsrennen und nicht zuletzt ums Prestige. "Mit diesem Spiel können wir einiges bei unseren Fans wiedergutmachen", sagt Scholz. Mindestens 1750 Probstheidaer Anhänger werden ihre Mannschaft im Stadion am Bad unterstützen.
"Ein Heimspiel haben wir nur auf dem Papier", weiß RB-Coach Tino Vogel, "aber wir haben uns schon beim 1:1 bei Lok nicht in die Hosen gemacht." Um die Blau-Gelben zu knacken, müssten seine Jungs aber am Limit kicken und höchstes Tempo gehen. "Lok hat eine starke Truppe", zeigt Vogel Respekt, "Marzullo braucht im Sturm nicht viele Chancen, Brusch und Hofmann sind schnell, die beiden Japaner im Mittelfeld gute Leute. Und bei den langen Innenverteidigern sind hohe Bälle fehl am Platz. Wir müssen versuchen, Lok müde zu spielen."
Denn die Gäste haben noch das Mittwoch-0:2 beim FC Erzgebirge II in den Knochen. "Ich werde einige frische Kräfte bringen", kündigt Scholz deshalb an und nennt als Kandidaten Andy Wendschuch, Hiromu Watahiki und Armin Kilz. Die meisten Verletzungen aus der Aue-Partie erwiesen sich als nicht so schwerwiegend wie befürchtet, ein Fragezeichen steht aber noch hinter dem Einsatz von Ramon Hofmann. Sebastian Zielinsky fällt wohl erneut aus.
Die U23 von RB muss auf den gesperrten Nico Ludwig verzichten. Ob Zweitliga-Akteure ins Team rücken, werde Cheftrainer Achim Beierlorzer erst nach dem Darmstadt-Spiel der Profis entscheiden, so Vogel. Er rechnet bisher nur mit Manndecker Fabian Franke, der Praxis brauche - und mit einem heißen, engen Fight gegen Lok, der auf Rasen und Rängen so fair verlaufen soll wie im Hinspiel. "Dazu hat damals sicher das Ergebnis beigetragen", glaubt Vogel, "auch diesmal könnten wir mit einem Punkt ganz gut leben."
Lok braucht eigentlich drei Zähler. "Die Mannschaft ist hoch motiviert.Wenn alles passt, haben wir eine Siegchance", meint Präsident Heiko Spauke und richtet einen Appell an die Probstheidaer Fans: "Bei aller Emotionalität muss es friedlich bleiben."

Von: Steffen Enigk