Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Montag, 01. Mai 2017
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Vorausschauend planen

Regionalliga: Carl Zeiss feiert die Meisterschaft / Lok beendet Niederlagenserie / Scholz und Hoppe basteln am Kader

Leipzig. Tanz in den Mai: Es hat sich ausgewirbelt in der Regionalliga. Bei Carl Zeiss Jena floss vergangenes Wochenende Köstritzer in rauen Mengen – vor allem auf Coach Mark Zimmermann. Die Thüringer haben die Meisterschaft im Sack und werden sich nun vollends auf die Passform fürs Nadelöhr verschlanken.

Die Playoffs zur 3. Liga (28. und 31. Mai) stehen ab sofort über allem. Da müssen die Jenaer gegen Viktoria Köln ran. Der großen Liebe von Franz-Josef Wernze – Steuerfuchs und Geschäftsmann mit besonderem Gespür (ETL), dem Lok einiges, wenn nicht sogar das Überleben, zu verdanken, hat. Dank eines Darlehens und Sponsorings.

Wernze hat derzeit ordentlich zu tun. Schließlich muss in der Heimat Köln quasi zweigleisig geplant und in Leipzig, nun ja, müssen die Schühchen auch geschnürt werden. Am liebsten mit einer ganz großen Schleife und einem Doppelknoten. „Wir sind in Gesprächen, guten Gesprächen“, sagt Loks Trainer Heiko Scholz, der gemeinsam mit Rüdiger Hoppe natürlich schon am Kader der kommenden Saison bastelt. „Wir haben ein paar Sachen vorbereitet, auch einen Plan B“, erklärt Scholz. In diesen Plänen spielt Paul Schinke, der oft bei Lok die Bank drückte und dessen Vertrag zum Ende der Saison ausläuft, eine Rolle. Schließlich wären die Probstheidaer sonst im zentralen Mittelfeld blank. Bekanntlich geht Spielmacher Daniel Becker zurück nach Luckenwalde.

Schenkenbergs größtes Fußballtalent seit Christian Hinkefuß durfte in Fürstenwalde von Anfang an ran und wirbelte ganz ordentlich. Zumindest dürfen sich der 25-Jährige mitsamt dem Rest des Teams ans Revers heften, die fünf Spiele währende Niederlagenserie gestoppt zu haben. Über ein 0:0 kamen die Leipziger in Fürstenwalde nicht hinaus. Weil Daniel Bittner was dagegen hatte. Der Union-Keeper parierte bravourös den Seitfallzieher von Schinke. Zudem noch eine abgefälschte Bommel von Pascal Ibold. Felix Brügmann und Djamal Ziane hätten ebenso die Pille im Netz zappeln lassen können. Wäre vielleicht auch passiert, wenn Hiromu Watahiki nicht schon in der 57. Minute (Gelb-Rot) hätte duschen gehen müssen.

Von: Alexander Bley