Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Mittwoch, 09. August 2017
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Zuschauer-Run auf die Regionalliga

Lok und Chemie vermelden Dauerkarten-Rekorde

Leipzig. RB Leipzig mischte die Bundesliga auf, greift nun in Europa an und meldet regelmäßig ein ausverkauftes Stadion. Doch über mangelndes Interesse können die Leipziger Regionalligisten 1. FC Lokomotive und BSG Chemie auch nicht klagen. Beide Vereine vermelden Rekorde beim Verkauf von Dauerkarten für die aktuelle Saison. Noch eine Gemeinsamkeit: Bei beiden Vereinen kommt seit dieser Saison ein elektronisches Ticketsystem zum Einsatz

1082 Dauerkarten brachte der 1. FC Lok an den Mann beziehungsweise die Frau. Im Vorjahr waren es 1036. Die Euphorie nach dem letztjährigen Aufstieg in die Regionalliga Nordost scheint also ungebrochen, trotz der Erhöhung der Ticketpreise von bis zu vier Euro pro Spiel. Lok-Geschäftsführer Martin Mieth erklärt stolz: „Wir haben im fünften Jahr in Folge unseren Vereinsrekord gebrochen, das macht uns unglaublich stolz. Dass wir das trotz der Preiserhöhung geschafft haben, bestätigt unseren Imagewandel und dass die Lok-Fans sich noch enger an den Club binden.“

Die BSG Chemie vermeldet aktuell 910 verkaufte Dauerkarten, ebenfalls trotz einer Erhöhung der Ticketpreise gegenüber dem Vorjahr. In Leutzsch ist die Steigerung beachtlich und das Signal für einen echten Regionalliga-Boom: In der vergangenen Oberliga-Saison kauften „nur“ 350 Chemie-Fans eine Dauerkarte.

Apropos Chemie: In Leutzsch stellten sich gestern fünf Probespieler vor, bis Sonnabend werden sie mit dem Regionalliga-Team trainieren. Dietmar Demuth fordert nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Tim Bunge und Alexander Bury (beide stehen in der Hinrunde nicht mehr zur Verfügung) sowie dem Rückzug von Abwehrmann Felix Paul angesichts des dünnen Kaders noch Verstärkungen. Mindestens zwei oder drei neue Spieler wünscht sich der Chemie-Coach. „Aber es geht um Leute, die uns weiterhelfen, Ergänzungsspieler bringen uns nicht weiter“, sagt Demuth.

Die nächsten Pflichtspiele bestreiten der 1. FC Lok daheim am 19. August gegen Luckenwalde und die BSG Chemie am 20. August in Bautzen. 

Von: ukö