Quelle: Leipziger Internetzeitung vom Samstag, 14. Februar 2015
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Lok vor Spiel in Chemnitz: „Es könnte alles ganz schnell gehen“

Für den 1. FC Lok ist die Winterpause in der Oberliga am Sonntag vorbei. 14 Uhr trifft der Club auf der Baustelle Stadion an der Gellertstraße auf Chemnitzer FC II. „Die werden gut verstärkt sein“, fürchtet Co-Trainer Rüdiger Hoppe, der trotzdem guter Dinge ist, dass es mit dem Aufstieg für den derzeitigen Sechsten doch noch klappt. Ein Interview über die neue Flexibilät, die neue Hoffnung und die neuen Talente des Clubs.

Herr Hoppe, welche Erkenntnisse haben Heiko Scholz und Sie aus der ersten Halbserie gewonnen?

Dass wir zum einen ein paar Punkte zu wenig, zum anderen viele Spiele dominiert haben, in denen wir vorne im Anschluss nicht so getroffen haben, dass am Ende ein Sieg dabei raus gesprungen wäre. Folglich haben wir sechs Punkte zu wenig.

Worauf lag das Hauptaugenmerk in der Vorbereitung?

Wir wollen noch mal oben angreifen und haben deswegen den Kader flexibler zusammengestellt, so dass wir innerhalb eines Spiels das System zwischen beispielsweise einem 4-1-4-1 und 4-4-2 verändern können. Darauf lag unser Hauptaugenmerk.

Neben den fünf Neuzugängen Surma, Brusch, Murakami, Watahiki und Rogic sind in der Vorbereitung auch die Talente Dönicke, Purrucker und Premßler in den Kader der ersten Mannschaft dazugestoßen. Wie sieht deren Perspektive aus?

Dönicke und Purrucker sind auch noch A-Jugendliche und da sollen sie auch weiter spielen. Wenn es bei uns eng wird, werden sie mit hochkommen. Genauso wie Premßler, der erstmal weiter U23 spielt, trainieren sie bei uns mit und sollen sich an das schnellere Tempo gewöhnen und sich verbessern. Dann werden wir sie sicher häufiger in der ersten Mannschaft sehen.

Wer steht Ihnen zum Auftakt nicht zur Verfügung?

„Zille“ (Sebastian Zielinsky) und „Killer“ (Armin Kilz) sind noch an der Wade verletzt und sind derzeit in der Reha. Wir hoffen, dass sie soweit es geht nächste Woche wieder einsteigen können, um den Druck auf die anderen zu erhöhen. Das wäre jetzt schon ein enges Rennen geworden.

Es wird oft behauptet, die ersten vier Spiele nach der Winterpause, also gegen Chemnitz II, Dynamo II und die Spitzenteams Markranstädt und Neugersdorf sind entscheidend Richtung Aufstieg. Sehen Sie das ähnlich?

Na ja. Wenn wir das Nachholspiel gewinnen, dann sind es nur noch vier Punkte Rückstand. Dann könntest du schnell Anschluss finden an Platz 2. Wenn du Chemnitz nicht gewinnst, brauchst du wieder sechs, sieben, acht Wochen um richtig ranzukommen. Wir müssen versuchen, Chemnitz zu schlagen. Nach der Vorbereitung sind wir alle guter Dinge, dass das klappt, auch wenn wir schon durch die Blume mitgeteilt bekommen haben, dass sich morgen sechs oder sieben Spieler aus dem Kader der Ersten in der U23 tummeln werden. Aber wenn wir das Ding nicht zögen, dann ist die Saison auch noch nicht vorbei.

Info: Wie am Samstag bekannt wurde, wird der Japaner Watahiki in Chemnitz wegen einer fehlenden Arbeitserlaubnis noch nicht spielen können.

Von: Marko Hofmann