Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Donnerstag, 20. Juli 2017
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Die unendliche LaLe-Geschichte

Verhandlungen zwischen Lok und BSG bisher ergebnislos

Leipzig. Acht Tage noch bis zum Regionalliga-Auftakt mit dem Derby Chemie gegen Lok, und noch ist die Personalie Julien Latendresse-Levesque nicht endgültig geklärt. Es wird weiter verhandelt, heißt es. Der 1. FC Lok, wo der Torhüter noch bis 2018 unter Vertrag steht, wollte für den wechselwilligen Kanadier anfangs angeblich 20 000 Euro Ablöse haben, Chemie zierte sich. Man wird sich sicher einigen, im vierstelligen Bereich. Wahrscheinlichste Lösung: Latendresse-Levesque ist erst nach dem 29. Juli für die BSG aktiv, das nimmt etwas Feuer aus dem Derby. Chemie-Coach Dietmar Demuth: „Damit kann man leben.“
Die Torhüter-Frage ist nicht die einzige offene bei den Chemikern. Demuth wünscht sich noch „mindestens einen gestandenen Stürmer und einen gestandenen Innenverteidiger“ als Verstärkung. Das 0:1 vom Mittwochabend bei Oberliga-Aufsteiger FC Eilenburg habe die Defizite aufgezeigt. Das Ergebnis spiele aber keine große Rolle, sagt der Coach. „Nach den harten Trainingseinheiten war mir klar, dass nicht alles perfekt laufen würde.“ Noch eine Erkenntnis habe das Testspiel gebracht: Die Namen der beiden Probespieler Abiola Falarin und Daniel Akinkoye müssen sich die Fans nicht merken, die spielen in Demuths Planungen keine Rolle mehr.

Bei Konkurrent Lok sitzt derweil der Anzug. Trainer Heiko Scholz hat die Kaderplanung eigentlich abgeschlossen. Derzeit spielt erneut Keeper Christopher Hanf vor. Der 22-Jährige hatte sich im Trainingscamp in Südtirol nach einem Zusammenprall das Nasenbein gebrochen, spielt mit einer Spezialmaske.

Sonntag 14 Uhr weiß dann der Coach, ob seine Lok schon genug Druck auf dem Kessel hat. Denn mit den Queens Park Rangers kommt zur Saisoneröffnung der erste richtige Testbrocken ins Plache-Stadion.
Ansonsten peilt der Verein einen neuen Rekord in der jüngeren Geschichte an. Beim Dauerkartenverkauf steht der 1. FC Lok ganz gut da, 850 Saisontickets wurden schon an den Fan gebracht. Knapp 1000 waren es in der vorigen Saison.

Seit Mittwoch ist auch wieder René Gruschka an Bord. Er hatte den Gerichts-Prozess gegen Lok gewonnen. Seine Kündigung war unwirksam. 

Von: ukö/bly