Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Donnerstag, 26. Oktober 2017
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Die Zipsendorfer und die große Angst der Loksche

ZFC Meuselwitz bleibt für Lok seit acht Spielen ein Mysterium

Leipzig. Die einen lassen es vorn krachen, die andern machen hinten dicht. Am Sonntag treffen die beiden aufeinander. Gemeint sind der ZFC Meuselwitz und Lok Leipzig. Heiko Weber (52) gegen Heiko Scholz (51). 4-2-3-1 gegen 4-2-3-1. Der Regionalliga-Sechste aus dem Altenburger Land empfängt den Dritten aus Probstheida.

„Die machen das ganz ordentlich, haben Profibedingungen“, schwärmt Lok-Coach Scholz von der Zipsendorfer Trutzburg. Und eine astreine Serie gegen die „Loksche“. Die Blau-Gelben können gegen den ZFC einfach nicht gewinnen. In acht Spielen gegeneinander holte Lok NULL Siege. Meuselwitz ganze fünf und drei Remis. „Es gibt manchmal Mannschaften, da ist es so komisch, obwohl ich mit dem Begriff Angstgegner nix anfangen kann“, sagt der Lok-Trainer, „trotzdem ist es mal an der Zeit, das zu beenden.“
Bei der Mission Sieg stehen ihm wieder Christian Hanne und Nils Gottschick zur Verfügung. Beide könnten der Startelf gut zu Gesicht stehen, weil sie gern vorm gegnerischen Tor auftauchen. Da haben sich die Probstheidaer in den vergangenen drei Spielen nicht gerade oft gezeigt. Eine magere Bude. „Wir müssen deswegen jetzt nicht alle verrückt machen. Ich habe Vertrauen in meine zwei Stürmer“, erklärt „Scholle“. Kann er auch, denn seine Mannschaft ist seit sechs Spielen in Serie ungeschlagen. In fünf Spielen hat Lok nur ein Tor zugelassen. „Und das haben wir noch selbst gemacht“, sagt der Coach.

„Das wird herrlich und spannend“, stimmt ZFC-Trainer Weber ein. Seine jungen Wilden, die von erfahrenen Kräften angeleitet werden, schickten zuletzt den Berliner AK mit einer Viererpackung auf die Heimreise. Chemie übrigens 4:1. Und seit zwei Partien steht beim ZFC die Null auch hinten. 

Von: Alexander Bley