Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Mittwoch, 13. Dezember 2017
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Kopfballkracher bringen Lok den Sieg gegen Berliner AK

Leipzig. Bumm! Was für ein Kopfball. Den hatte Djamal Ziane so satt getroffen, dass es noch in der Leipziger Innenstadt hörbar war. In der 9. Minute lief der Stürmer der Loksche genau im richtigen Moment auf das Fünfereck am kurzen Pfosten und beglückte so die dick eingepackten Anhänger der Probstheidaer.
3531 Karten gingen für die Partie gestern Abend über die Theke, laut Stadionansage. 1:0 bei miesepetrigstem Wetter, dank der formidablen Ecke von Paul Mauerer. Ein Einstand nach Maß bei knapp über null Grad und Nieselregen im Bruno-Plache-Stadion. Der nur zwischenzeitlich durch den Ex-Lok-Stürmer Felix Brügmann (20.; 1:1) gestört wurde. Ryan Malone (70.) und Maurer (75.) erhöhten auf 3:1. Endstand. Blau-Gelb hat nun 30 Punkte und steht auf Tabellenrang vier in der Regionalliga.

Eigentlich hätte das für die Lok von Trainer Heiko Scholz schon eher klar machen können. Nur vier Minuten nach der Führung semmelte Nils Gottschick erst an der Pille vorbei und musste sich dann Jakub Jakubov geschlagen geben. Der Keeper des BAK vereitelte auch einen grandiosen Freistoß von Maurer. Der fasste sich aus etwa 30 Metern ein Herz. Dessen Ball lenkte Jakubov hauchzart über die Latte.
Weil Lok weitere Chancen liegen ließ, musste das passieren, was dann eben passiert. Brügmann zeigte die Qualität, die Trainer Heiko Scholz gern weiter in seinem Team gehabt hätte. Der Mittelstürmer verwandelte in der 20. Minute den Querpass von Özer Pekdemir zum 1:1. Jener Wirbelwind hätte die Berliner auch fast in Führung gebracht. Die Lok-Dreierkette wurde mit einem Pass ausgehebelt, auch weil sich vorher Markus Krug und Nils Gottschick nicht einig waren, wer den Ball nimmt. „Nimm du, ich hab“ – das funktioniert in den seltensten Fällen. Den Bock konnte Robert Zickert in allerletzter Sekunde auf der Linie ausbügeln.

Weil das scheinbar Coach Scholz zu heiß war, stellte er in der Pause um. Peter Misch musste raus, dafür kam Paul Schinke. Lok spielte wieder mit Viererkette. Kapitän Krug und Robert Berger besetzten die Außenverteidigerpositionen, Schinke rückte ins Mittelfeld.

Vorn lief es dann besser. Ryan Malone nickte zum 2:1 (70.) ein. Wieder nach Standard-Vorarbeit von Maurer. Der belohnte sich nur fünf Minuten später mit seinem Treffer zum 3:1, per Torwarttunnel. Ende.

Von: Alexander Bley