Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Sonntag, 17. September 2017
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Last-Minute-Elfmeter rettet Lok

1. FC Lok holt bei Aufsteiger VSG Altglienicke dank eines Malone-Doppelpacks einen Punkt

Berlin. Neuzugang Ryan Malone hat den 1. FC Lok vor der dritten Pleite hintereinander bewahrt. Durch einen Hand-Elfmeter des US-Amerikaners in der 90. Minute kam der Regionalligist bei der VSG Altglienicke zu einem glücklichen 2:2-Unentschieden. Der Mittelfeldspieler hatte in der 64. Minute schon das 1:1 erzielt, insgesamt erhöhte er sein Torkonto auf drei. „Die kämpferische Leistung war in Ordnung, mit dem Spiel bin ich nicht zufrieden“, sagte Lok-Trainer Heiko Scholz nach dem ersten Match in der Geschichte beider Teams. „Die Jungs waren nicht so gut drauf, sie hatten vielleicht noch die Niederlagen im Kopf.“
Nachdem es in Nordhausen und gegen Viktoria Berlin jeweils ein 0:1 setzte, sollte gegen den Aufsteiger wieder Zählbares her. Scholz setzte im defensiven Mittelfeld auf Watahiki statt Wendschuch, Georgi durfte für Maurer den Flügel beackern. Kapitän Markus Krug kam an seinem 29. Geburtstag nur zu einem Kurzeinsatz.

In der ersten Halbzeit sahen 832 Zuschauer, darunter rund 400 Lok-Fans, wenige zwingende Toraktionen. Nach sieben Minuten drosch Malone das Leder aus fast 30 Metern über den Kasten, fünf Minuten später parierte Marcus Rickert einen weiteren Abschluss des 25-Jährigen sicher. Kurz vor der Pause kamen auch die mit einigen Ex-Profis ver­stärkten Gastgeber gefährlich vors Tor.

Die zweite Halbzeit war ein Kontrastprogramm zur ersten. Chancen in Hülle und Fülle – und vier Tore. Nach einem Foul von Robert Zickert an René Pütt traf Torsten Mattuschka sicher per Elfmeter (54.). Nur drei Minuten später rettete der Pfosten für die Loksche. Nach 64 Minuten fasste sich Malone ein Herz und traf mit einem satten Schuss aus knapp 20 Metern zum Ausgleich. Kurz darauf klärte er für den geschlagenen Benny Kirsten auf der Linie. Dann kam der feldüberlegene Aufsteiger doch noch zur erneuten Führung: Eine Ecke von Mattuschka köpfte Kevin Kahlert unbedrängt in die Maschen (72.).

Heiko Scholz wollte durch einen Doppelwechsel (Lorincak für Georgi, Krug für Misch) den Punktgewinn erzwingen. Eine Fehlerkette der Berliner, an dessen Ende Louis-Nathan Stüwe den Ball im Strafraum mit der Hand spielte, führte zum glücklichen Zähler. Mit elf Punkten aus sieben Partien liegt Lok nun auf Platz sechs und damit nur zwei Zähler hinter dem zweitplatzierten BFC Dynamo. „Wir wollten unbedingt die dritte Niederlage verhindern und das haben wir auch geschafft“, resümierte Heiko Scholz.

Von: Redaktion