Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Sonntag, 27. August 2017
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Lok in Nordhausen geerdet ...

... und weich gefallen, Probstheidaer nach 0:1 Dritter

Nordhausen. Endlich mal ein Wochenende frei. Das werden sich wohl alle Spieler beim 1. FC Lok Leipzig gedacht haben. Trotz der 0:1-Niederlage (0:0) beim FSV Wacker Nordhausen Freitagabend. „Für die Seele ist das mal gut, mal ein Wochenende ohne Training, ohne eine Auswärtsfahrt, einfach mal frei“, erklärte Kapitän Markus Krug.

Zeit auch, um die Niederlage zu verdauen? Schließlich sieht ein 0:1 ja eher unglücklich aus. War es aber nicht, denn Nordhausen, unter der Ägide von Volkan Uluc, gewann verdient. Nils Pichinot schoss Wacker vor 2125 Zuschauern im Albert-Kuntz-Sportpark in die Glückseligkeit. Der Stürmer beendete so den Höhenflug der Leipziger, die in den vier vorangegangenen Partien ohne Niederlage vom Platz gingen.

Mit dem 0:1 waren die Probstheidaer noch gut bedient – weil sie ab der 32. Minute in Unterzahl spielten. Christian Hanne verhinderte womöglich per Notbremse schon da die Führung der Nordhäuser. „Trotz Unterzahl haben wir es gegen gute Nordhausener gut gemacht“, erklärte Krug. „Wir haben leidenschaftlich verteidigt, viele Bälle gerettet und von der Linie gekratzt“, begründete der 28-Jährige. Außerdem trieb Benjamin Kirsten Pichinot, Buval & Co. mit seinen Paraden förmlich in den Wahnsinn. „Kämpferisch hätten wir einen Punkt verdient, fußballerisch natürlich nicht“, sagte Lok-Trainer Heiko Scholz. „Als der Ball endlich im Tor war, denkt man nicht mehr über die vielen Chancen nach. Man ist froh, dass das Tor gefallen ist“, gab dann auch sein Konterpart beim FSV Uluc zu.

Lok fällt mit der ersten Saisonniederlage weich, ist jetzt Dritter der Regionalliga. Was laut Captain Krug nicht viel Aussagekraft hat: „Ab dem 10. Spieltag weißt du wohin die Reise geht.“ Fest steht aber zumindest eins: „Es ist kein Selbstläufer. Nachdem wir genügend Schulterklopfer bekommen haben, sind wir jetzt wieder geerdet“, fasste der Verteidiger den Status quo zusammen. 

Von: Alexander Bley