Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Sonntag, 01. Oktober 2017
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Ohne M&M’s gegen Energie

Die Lokomotiven Maurer und Malone müssen nach Sieg in Neustrelitz am Dienstag gegen Cottbus pausieren
Leipzig. Wie wäre die Welt wohl ohne die bunte Schoko-Erdnuss aus dem Hause der Herren Mars & Murrie? Mit Sicherheit um etwas Süßes ärmer. M&M’s stehen auch in Probstheida hoch im Kurs. Im Speziellen beim 1. FC Lok.  Nur geht es da nicht um Nüsse und Schokolade, sondern um Maurer & Malone. Die wohl derzeit heißesten Eisen im Feuer der „Loksche“.

Paul Maurer (21) verzaubert die Fans mit sensationellen Freistößen und punktgenauen Flanken. Das brachte dem Flügelläufer in dieser Saison bereits vier Torvorlagen und drei Buden ein. Spannemann Ryan Malone (25) sieht nicht nur aus wie der Hulk – lediglich die grüne Farbe fehlt – sondern geht auch so brachial zur Sache. Einwürfe wie Flanken, Schüsse, bei denen man lieber die Birne einzieht – fünf Treffer für Lok brachte das bisher ein. „Die beiden sind derzeit an allen Toren beteiligt“, bringt es Kapitän Markus Krug auf den Punkt. Der 29-jährige Verteidiger ist eine Bank in der Lok-Abwehr und profitierte in Neustrelitz sogar von dem kongenialen Mittelfeld-Duo. Vergangenen Freitag, Spielminute 26: Maurer flankt, Krug köpft. 2:0. „Endlich mal wieder ein Regionalligator“, freute sich der baumlange Verteidiger. Bereits in der 6. Minute profitierte Malone von Maurers Vorarbeit. Es läuft bei den Blau-Gelben. Platz drei in der Regionalliga. Nur der BFC Dynamo und Energie Cottbus können es besser. Und Energie schiebt sich morgen ins Plache-Stadion (14.35). Und ausgerechnet da fehlen die M&M’s. Malone sah bei der TSG die fünfte Gelbe. Maurer nach einer Rangelei gar Rot.“Wenn du 2:0 führst, darfst du dich nicht provozieren lassen. Das war ’ne Dummheit, das weiß er selbst und damit ist das erledigt“, kommentierte das Captain Krug.
Dumm vor allem, weil Trainer Heiko Scholz nun noch zwei weitere Offensivkräfte weniger zur Verfügung stehen. Neben den Verletzten Sascha Pfeffer, Nils Gottschick, Steffen Fritzsch, Maik Salewski und Christian Hanne fehlen gegen die Offensivpower aus der Lausitz nun auch die beiden.

„Wir werden nicht bunkern, dann ist es eine Frage der Zeit, bis du einen kriegst. Bei Energie spielen auch nur Menschen, die können auch nicht immer gewinnen“, sagt Djamal Ziane. „Wir haben Respekt, aber keine Angst, haben gegen Cottbus immer gut ausgesehen“, sagt der 25-Jährige. Der übrigens in der Lausitz mit Nocken besohlt wurde.

Von: ALEXANDER BLEY