Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Donnerstag, 21. September 2017
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Ohne Salewski gegen Neugersdorf

Verletztenmisere bei Lok Leipzig verschärft sich

Leipzig. Bange machen gilt nicht! Auch wenn die Lokomotive auf der letzten Rille schnauft. Mit Maik Salewski hat sich bei Lok Leipzig nun der vierte Mittelfeldspieler ins Lazarett verabschiedet. Insgesamt auf fünf Spieler muss Trainer Heiko Scholz nunmehr verzichten. Und das bereits am 8. Spieltag der Regionalliga.

Der Flügelflitzer brach Mittwochabend das Training ab. In Berlin gegen Altglienicke hat der 28-Jährige einen Schlag auf die Leiste bekommen. Die Verletzung hat sich entzündet. „Es ist sehr schmerzhaft. Ich laufe nicht rund“, beschreibt er. Gestern wurde Salewski von Göran Wild in Leipzig untersucht. Gegen Oberlausitz Neugersdorf heute (19 Uhr, Bruno-Plache-Stadion) wird er nicht den Rasen betreten. „Das ist schlimm, dass der nächste Stammspieler ausfällt. Aber wir werden eine Variante finden“, sagt Trainer Heiko Scholz. Maik Georgi wird wohl den Platz einnehmen. Einen Lichtblick gibt es aber auch: Maximilian Pommer (20) ist wieder ins Training eingestiegen. Nach seiner Rückenblockade soll er sich langsam rantasten. Gegen Neugersorf wird er noch nicht auflaufen. Und dennoch: Der Coach visiert drei Punkte an. „Ein Erfolgserlebnis wäre super“, sagt Scholz.

Zumindest im Training hat er seine Jungs dafür ordentlich schuften lassen. Ein paar Extraschichten im Angriff wurden geschrubbt. Denn die Oberlausitzer sind hinten nicht ganz sattelfest, haben bereits 14 und damit acht Gegentore mehr als Lok kassiert. Dafür läuft es aber bei dem Team von Vragel da Silva vorn. 16 Buden hat Neugersdorf schon gemacht, Josef Marek allein fünf davon.

Einen Etappensieg hat Lok außerdem vor dem Verbandsgericht des Sächsischen Fußballverbandes errungen. Die nach der Randale in Bischofswerda verhängte, dreijährige Bewährungsstrafe, bei der nächsten Entgleisung den Heimblock zu sperren, wurde aufgehoben. Zudem die Geldstrafe von 10 000 Euro auf 8000 reduziert.

Von: ALEXANDER BLEY