Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Donnerstag, 16. November 2017
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Tormaschine trifft Abwehr-Bollwerk ...

... oder der BFC Dynamo empfängt Lok Leipzig

Leipzig. Man kann nicht alles haben. Meistens zumindest. Einzig Energie Cottbus hebelt diesen Erziehungsgrundsatz, der auch in der Regionalliga gilt, aus. Allerdings passt der für die zwei folgenden Kontrahenten wie die Faust aufs Auge. Am Sonntag (13.30 Uhr) werfen die ihre geschichtsträchtigen Jerseys über die Oberkörper. Die einen ihre Weinroten, die anderen ihre Gelben. Der BFC Dynamo empfängt im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark den 1. FC Lokomotive Leipzig. Oder: Der Tabellenzweite bekommt es mit dem Fünften zu tun. Beziehungsweise: Die Tormaschine trifft auf das Abwehr-Bollwerk.

„Nach vorn geht es ganz gut, aber wir haben Defizite nach hinten“, beschreibt es René Rydlewicz (44). 34 Mal haben die Seinen in dieser Saison schon das Netz wackeln lassen. Bei all dem Spektakel vergessen die Berliner aber eins: die Absicherung nach hinten. Das wäre bekanntermaßen etwas für die dampfende Lokomotive. Ball abfangen, zack-zack-bumm über drei Stationen nach vorn und Tor. Wenn das denn immer so einfach wäre ... Auf 17 Tore bringen es die Leipziger bisher.

Was bekanntlich Gründe hat. Mit Maximilian Pommer (20) und Sascha Pfeffer (31) fehlen Lok-Trainerduo Heiko Scholz (51) und Rüdiger Hoppe (48) weiterhin zwei Dampfmacher. „Sie stünden uns gut zu Gesicht“, sagt „Scholle“. Glücklicherweise hat sich das Lazarett aber gelichtet. Nils Gottschick (24) und Maik Salewski (28) schnaufen auf den Schienen, fahren derzeit doppeltes Pensum. „Sie sind knapp vor 100 Prozent“, freute sich Scholz. „Sie kommen zum richtigen Zeitpunkt zurück“, ist er sich sicher. Denn der Coach will mehr als ein Schaulaufen beim BFC. „Wir können sie mit einem Sieg einholen“, lautet seine Kampfansage.

So soll die Lok Fahrt aufnehmen für die englische Woche, die bevorsteht. Denn nach dem Spiel gegen den Traditionsverein steht der nächste Traditionsverein vor der Tür. Nämlich die BSG Chemie. 5500 Plätze werden am kommenden Mittwoch besetzt werden. Luft ist noch. Lediglich die zugelassene Kapazität im BSG-Block von 1200 Tickets ist erreicht. Die Eintrittskarten werden auch weiterhin nur als Kombi-Tickets verkauft. 

Von: Alexander Bley