Spielbericht

Das LOK-Buch: 20. Spieltag

1. FC Lokomotive Leipzig

0 : 0

FC Viktoria 1889 Berlin

01.02.2020 13:30 Uhr | Bruno-Plache-Stadion | 3245 Zuschauer

ALUPECH IM DAUERREGEN

Der 1. FC Lok und Viktoria Berlin trennten sich im ersten Spiel nach der Winterpause torlos 0:0. Trotz des nasskalten Wetters sahen die 3.245 Zuschauer ein intensives Spiel, das von Zweikämpfen, gut stehenden Defensiven und dem Aluminium geprägt war.

Cheftrainer Wolfgang Wolf gab Torhüter-Neuzugang Fabian Guderitz das Vertrauen für die Startelf. Für den gelbgesperrten Kevin Schulze begann Leon Heynke.

Bereits drei Minuten nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Marco Wartmann musste Fabian Guderitz Kopf und Kragen riskieren, als Leon Heynke beim Abwehrversuch über den Ball schlug. Viktoria fiel in der Anfangsphase vor allem durch ihr aggressives und konsequentes Pressing auf, wodurch der Spielaufbau der Loksche nur mäßig zur Entfaltung kam. Doch der FCL konnte sich im Laufe der Partie aus der anfänglichen Bedrohungssituation befreien und versuchte nun immer mehr selbst das Spiel in die eigene Hand zu nehmen. Pech für Matthias Steinborn in der 27. Minute, als er wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung in günstiger Situation zurückgepfiffen wurde.

Nach 45 Minuten blieben die großen Torchancen auf beiden Seiten aus. Lok war spielbestimmender, fand aber gegen die beste Defensive der Liga keine Mittel. Die zweite Halbzeit brach an und die Jungs aus Probstheida erhöhten den Druck. Den scharf aus dem Halbfeld geschossenen Freistoß von Schinke kann die Berliner Verteidigung nur mühsam auf Berger klären, der aber bei dem Versuch das Spiel schnell zu machen rigoros von den Beinen geholt wurde. Der Aufreger des Spiels wurde nach einer kurzen Rudelbildung mit der gelben Karte für Lucas Falcão geahndet.

Auch die Berliner hatten ihre Chancen, als nach schönem Konterspiel Brand in guter Position freistehend verzieht. In der 66. Spielminute zögerte Salewski eine Flanke im Strafraum so lange heraus, bis er nur noch selbst schießen konnte. Lediglich das Lattenkreuz verhinderte die mittlerweile durchaus verdient gewesene blau-gelbe Führung. Sieben Minuten später wurde unser Winter-Neuzugang Ishmael Schubert-Abubakari steil von Djamal Ziane geschickt. Doch freistehend landete der Ball aufgrund des immer spitzer werdenden Winkels erneut nur am Aluminium.

Lok drückte bis zum Schluss und wollte unbedingt die drei Punkte, blieb aber letztendlich immer wieder in der „Berliner Mauer“ hängen.

Am nächsten Sonnabend dampft die Loksche nun zum absoluten Topspiel bei Energie Cottbus. Anstoß im Stadion der Freundschaft ist 16 Uhr.

1. FC Lok Leipzig: Guderitz - Zickert, Urban, Heynke, Berger - Salewski, Wolf - Pfeffer (68. Schubert-Abubakari), Schinke, Steinborn (68. Mvibudulu) - Ziane

Viktoria Berlin: Flauder - Röcker, Hoffmann, Gunte, Kapp - Daube (69. Yamada), Brand (74. Scharkowski), Menz, Becker - Falcao (79. Müller), Schmidt Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 3.245

Gelb: Salewski (Lok) - Gunte, Falcao, Menz, Schmidt (alle Viktoria)