Verein, Top3, Top7 | Freitag, 23. Dezember 2016

"1966 – EIN GUTER JAHRGANG"

Frank Edmond wird 50

Zwanzig Jahre spielte Frank Edmond in Probstheida. An zwei Pokalsiegen des 1. FC Lok war er maßgeblich beteiligt, stand 1987 im Europapokalfinale von Athen und erkämpfte den Bundesliga-Aufstieg 1993. Heute feiert „Eddie“ seinen 50. Geburtstag. Alles Gute!

Das sagt der Jubilar: „Die Loksche ist genauso alt wie ich. 1966 gegründet beziehungsweise geboren – guter Jahrgang!“ Sein ehemaliger Mitspieler Wolfgang Altmann: „Er ist ein prima Kerl. Zuverlässig, bescheiden und immer auf dem Boden geblieben. Eddie ist lustig, kann aber auch ernsthaft sein, je nachdem, was die Situation verlangt. Er ist bis heute ein richtiger Freund und Kumpel geblieben!“

Auch René Müller gratuliert: "5:0 war immer ein gutes Ergebnis. Demzufolge ist der 50. Geburtstag der beste, den Mann haben kann. Du bist fit, schlank, lange Haare, super drauf. Ich wünsche dir alles Gute!"

Geboren in Leisnig, wurde Frank Edmond als Zwölfjähriger 1979 nach Probstheida gelotst. Seine herausragenden Leistungen, seine Kampf- und Kopfballstärke machten ihn bald auch für die DDR-Junioren-Nationalmannschaft interessant, für die er fünf Auswahlspiele bestritt. Harro Miller als damaliger Lok-Trainer führte Frank Edmond ab dem Frühjahr 1985 an die erste Lok-Mannschaft heran, in der er bald im Alter von 18 Jahren seine ersten Einsätze absolvierte. Der neue Trainer Hans-Ulrich Thomale setzte Edmond zunächst - auch verletzungsbedingt - nur sporadisch ein, so u.a. in den Europapokal-Begegnungen gegen den AC Mailand (0:2 und 3:1) sowie in den wichtigen FDGB-Pokal- und Europapokalspielen der legendären Saison 1986/87. Lok stürmte in das Europacup-Finale von Athen, in dem Edmond zur Anfangsformation des 1. FC Lok gehörte. Zum Stammspieler und Leistungsträger entwickelte sich Frank Edmond in der Saison 1987/88. Verletzungspausen warfen ihn jedoch erneut zurück, so dass er auch Loks letzte Europapokal-Spiele gegen den SSC Neapel (1:1/0:2) verpasste. In der Zwischenzeit gehörte der hoch aufgeschossene Abwehrspieler auch zum Stamm der DDR-Nachwuchs-Nationalmannschaft und absolvierte dort insgesamt 15 Länderspiele.

Nach der politischen Wende in der DDR blieb er seinem Verein treu und führte diesen 1991 als VfB Leipzig in die 2. Bundesliga. Die große Bedeutung von Frank Edmond für die Mannschaft macht auch deutlich, dass er zwischen Dezember 1991 und Februar 1994 in keinem der 86 Pflichtspiele des VfB Leipzig fehlte. Damit war er einer der wichtigsten Leistungsträger beim Aufstieg in die Bundesliga 1993. Doch auch er konnte den sofortigen Abstieg aus der höchsten deutschen Spielklasse nicht verhindern. Trainer kamen und gingen, neue Mannschaften wurden um ihn herum aufgebaut - Frank Edmond blieb in Probstheida. In der Saison 1997/98 fiel er über ein halbes Jahr verletzt aus und kämpfte sich zum Saisonende wieder in die Stammformation. Doch der VfB steuerte dem nächsten Abstieg, diesmal aus der 2. Bundesliga, entgegen. Auch in der dritten Spielklasse gehörte Frank Edmond wieder zu den Stammkräften, war bei 36 von 38 Pflichtspielen dabei und erzielte gar fünf Tore. Der letzte Torerfolg gelang ihm dabei in seinem letzten Spiel für den VfB im Derby gegen den FC Sachsen am 15. Mai 1999 (5:0 gewonnen). Danach verließ er 32-jährig Leipzig und spielte fortan für Eintracht Braunschweig in der drittklassigen Regionalliga Nord. Den Niedersachsen gelang 2002 der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Mit diesem Erfolg beendete Frank Edmond seine aktive Laufbahn.

Steckbrief Frank Edmond
Geboren am 23.12.1966 in Leisnig

Vereine:
1973 - 1979 BSG Motor Leisnig, BSG Chemie Böhlen
1979 - 1999 1. FC Lokomotive Leipzig / VfB Leipzig
1999 - 2002 Eintracht Braunschweig

Erstes Pflichtspiel für den 1. FC Lok:
16.2.1985 Auswärtsspiel bei Stahl Riesa 0:0 unentschieden
(14. Spieltag der DDR-Oberliga)

Letztes Pflichtspiel für den 1. FC Lok/VfB:
15.5.1999 Heimspiel gegen Sachsen Leipzig 5:0 gewonnen
(34. Spieltag der Regionalliga Nordost)

Pflichtspiele für den 1. FC Lok/VfB: 404 Spiele, 26 Tore
Europapokal: 8 Spiele (Europapokal der Pokalsieger, UEFA-Pokal)
Erste Spielklasse: 138 Spiele, 8 Tore (DDR-Oberliga, Bundesliga)
Zweite Spielklasse: 175 Spiele, 8 Tore (2. Bundesliga)
Dritte Spielklasse: 32 Spiele, 5 Tore (Regionalliga Nordost)
Pokal: 36 Spiele, 5 Tore (FDGB-Pokal, DFV-Pokal, DFB-Pokal, Landespokal Sachsen)
Sonstige: 15 Spiele (Internationaler Fußball-Cup, Qualifikationsrunde für die 2. Bundesliga)

Erfolge
Europapokalfinalist 1987
FDGB-Pokalsieger 1986, 1987
DDR-Vizemeister 1986, 1988
Aufstieg in die Bundesliga 1993