Foto: Thomas Gorlt

Verein, Top3, Top7 | Freitag, 26. Juni 2020

DER AUFSTIEGSKRIMI BLEIBT SPANNEND!

1. FC Lok Leipzig – SC Verl 2:2 (1:1)

Nach einer langen Zeit, viel Arbeit und einer Menge an Schweiß klopft der 1. FC Lok Leipzig an die Tür zur 3. Liga. Ein besonderes Spiel unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie. Aus diesem Grund verfolgten lediglich 2.000 Glücksschweinchen auf unserer Holztribüne das Spiel an diesem sonnigen Donnerstagnachmittag aus nächster Nähe.

Die Fans sahen vor ihren Bildschirmen ein unterhaltsames und über weite Strecken ausgeglichenes Spiel, das mit einem am Ende für den 1. FC Lok etwas unglücklichen 2:2 endete.

Sportdirektor und Cheftrainer Wolfgang Wolf schickte fast die gleiche Mannschaft auf den Platz, die am 28. Februar beim letzten Ligaspiel gegen den ZFC Meuselwitz aufgelaufen war. Der sich im Abschlusstraining verletzte Niklas Brandt wurde durch Leon Heynke ersetzt.

Die Fans vor den Fernsehgeräten brauchten nicht lange auf spannende Situationen warten. Bereits in der 7. Spielminute flankte Maik Salewski das Leder von der linken Außenbahn in Richtung des langen Pfostens. Dort stand Patrick Wolf goldrichtig und schob problemlos aus vier Metern flach ein.

Neun Minuten später erhielten die Jungs aus Probstheida einen Freistoß 24 Metern vor dem Verler Tor aus halbrechter Position. Maik Salewski umspielte bei seinem Schuss die gegnerische Mauer und traf das Aluminium.

In dieser intensiven Schlacht, in der beide Mannschaften um jeden Ball kämpften, kam der SC Verl immer besser in das Spiel, was sich durch die Chancen von Yildirim in der 19. Minute, sowie von Kurt in der 29. Minute bestätigen lässt. Schlussmann Fabian Guderitz aber ohne weitere Probleme.

In der einminütigen Nachspielzeit geriet ein Ball schließlich in die Tiefe der Leipziger Hintermannschaft. Patrick Schikowski startete zur rechten Zeit und trifft aus 13 Metern halblinks zum Ausgleich. Direkt nach dem Treffer ging es in die Kabinen. Das Geschehen war größtenteils ausgeglichen, wobei die Loksche über weite Strecken einen Hauch stärker wirkte.

Die zweite Halbzeit brachte mit der Einwechslung von Matthias Steinborn direkt auch neuen Schwung in die Partie. Sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff entstand nach einem Gewühl im Verler Strafraum eine strittige Szene. Der Ball gelang an die Unterkante der Latte und sprang anschließend vielleicht sogar hinter die Linie. Für Schiedsrichter Florian Badstübner allerdings schwer zu erkennen.

Kurz darauf sollte es dann aber keine Zweifel mehr geben. Matthias Steinborn nahm all seinen Mut zusammen und zog nach seinem Lauf an der Strafraumkante von links mit Zug zum Tor einfach mal ab. Der gewaltsame, gezielte Strahl schlug ins lange Eck zum erneuten Führungstreffer ein.

Kurz vor Schluss flog eine steil nach oben gespielte Flanke Richtung Leipziger Tor, Fabian Guderitz griff daneben und der Ball rutschte von seinen Händen in den eigenen Kasten.

Wie auch in Halbzeit eins folgte zeitnah der Schlusspfiff. Zweimal lag der 1. FC Lok vorn und besonders das 2:2 tat richtig weh. Für das entscheidende Spiel ist für den FC Lok aber noch alles drin. Das Rückspiel steigt am kommenden Dienstag um 16 Uhr. Der Austragsort ist noch offen.

1. FC Lok Leipzig: Guderitz, Berger (46. Steinborn), Zickert, Urban, Schinke, Salewski, Heynke (74. Pommer), Wolf, Pfeffer (78. Hajrulla), Schulze, Ziane

SC Verl: Brüseke, Schöppner (80. Haeder), Schallenberg, Kurt, Janjic, Choroba, Yildirim (90. Schröder), Langesberg, Ritzka, Stöckner, Schikowski (84. Andzouana)

Tore: 1:0 Wolf (6.), 1:1 Schikowski (45.+1), 2:1 Steinborn (56.), 2:2 Guderitz (89./ET)

Gelbe Karten: Heynke, Urban, Zickert, Salewski, Schulze (alle Lok), Stöckner (Verl)