Verein, Top3, Top7 | Freitag, 04. Mai 2018

DER FCL STEHT UNTER SCHOCK!

Konsequenzen nach Vorfall am vergangenen Wochenende

Als die Vereinsführung am vergangenen Mittwochnachmittag (2. Mai) über einen Vorgang in unserer B1-Jugendmannschaft vom vergangenen Wochenende in Kenntnis gesetzt wurde, entließ sie nach einem kurzen Gespräch mit den betreffenden Personen zwei Nachwuchs-Trainer und schloss einen davon aus dem Verein aus. Gegen den Co-Trainer wurde zudem Strafanzeige gestellt und ein lebenslanges Hausverbot verhängt.

Was war am vergangenen Wochenende passiert? Teile des B1-Nachwuchsteams hatten nach Aufforderung des Co-Trainers auf dem Vereinsgelände für ein Foto mit dem Hitlergruß posiert. Das ist ein Schlag ins Gesicht jedes Sportlers, Vereinsmitglieds und Menschen mit gesundem Menschenverstand. Beim Zeigen dieses Grußes handelt es sich nicht nur um den Straftatbestand der Volksverhetzung, er steht stellvertretend für die millionenfache Ermordung von Menschen in einem Unrechtssystem. Das ist also weder ein Kavaliersdelikt noch eine Provokation oder gar ein „Spaß“.

Alle dies betreffenden Spieler der B1-Nachwuchsmannschaft wurden daraufhin bis zum Saisonende vom Spielbetrieb suspendiert.

Der 1. FC Lokomotive Leipzig weiß um seine gesellschaftliche Verantwortung. Daher werden gemeinsam mit dem Landessportbund (LSB) und dem Fanprojekt Leipzig verschiedene pädagogische Workshops für und mit diesen Jugendlichen durchgeführt.

Lok-Präsident Thomas Löwe:
„Wir haben diesen unglaublichen Vorfall in den letzten beiden Tagen intensiv ausgewertet und sofort die entsprechenden Konsequenzen gezogen. Dennoch möchten wir unserer pädagogischen Verantwortung als Verein gerecht werden und gemeinsam mit dem LSB, dem Fanprojekt und den Jugendlichen den Vorfall aufarbeiten.“

Robert Großpietsch vom Landessportbund dazu:
„Der 1. FC Lok hat in den vergangenen Jahren eine hervorragende Arbeit geleistet. Dass der Verein in diesem Fall so schnell reagiert hat, zeigt, dass der er dieses Thema sehr ernst nimmt. Wir als LSB haben weitere Hilfen angeboten, die der Verein bereits in Anspruch nimmt.“

Der FCL ist entsetzt, aber nicht sprachlos. Jedes Mitglied und jeder Fan weiß, dass sich der 1. FC Lok täglich für Loyalität, Respekt, Fairness und Toleranz einsetzt. Jegliche Formen von Diskriminierung passen weder zum blau-gelben Fußball oder zu unserem Leitbild, noch zum Sport im Allgemeinen. In unserem Leipziger Traditionsverein spielen über 250 Kinder und Jugendliche aus 22 Nationen. Und das ist auch gut so!


Nachtrag:
Das von der BILD Leipzig​ veröffentlichte Mannschaftsfoto zeigt Spieler, die mit dem eigentlichen Vorfall nichts zu tun haben.