Verein, Top3, Top7 | Mittwoch, 03. April 2019

DIE LOKSCHE BLEIBT IN DER SPUR

Bischofswerdaer FV - 1. FC Lok Leipzig 0:2 (0:0)

Der 1. FC Lok hat am Mittwochabend das mehrfach verschobene Nachholspiel beim Bischofswerdaer FV mit 2:0 gewonnen. Die 600 Zuschauer (darunter etwa 100 Lok-Fans) sahen über weite Strecken ein sehr zehrfahrenes Regionalligaspiel, das die Blau-Gelben durch eine deutliche Steigerung in der zweiten Halbzeit für sich entscheiden konnten.

Das Trainerduo Rainer Lisiewicz und Björn Joppe stellte etwas um und brachte im Vergleich zum Sieg gegen den Chemnitzer FC fünf neue Spieler in der Startelf. Sascha Pfeffer, Peter Misch, Djamal Ziane, Nicky Adler und Nils Gottschick bekamen ihre Chance von Beginn an.

Die Loksche tat sich schwer, im Weseritzsportpark Fahrt aufzunehmen. Die erste Chance im Spiel hatte Matthias Steinborn nach 8 Minuten, doch sein Kopfball strich knapp am langen Pfosten vorbei. Drei Minuten später hatte Heppner auf der Gegenseite die Führung für die Oberlausitzer auf dem Fuß, scheiterte aber ebenfalls.

Danach waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Viele Fehlpässe bestimmten das Geschehen auf dem Platz.

Zur Halbzeit kamen Robert Berger und Maximilian Pommer in die Partie und sorgten für eine deutliche Belebung insbesondere in der Offensive. Das erhöhte Engagement wurde auch gleich belohnt, als Djamal Ziane in der 52. Minute einen Freistoß von Paul Schinke unbeträngt am langen Pfosten einschob. In der Folge beherrschte Lok nun deutlich das Geschehen auf dem Platz, die Oberlausitzer konnten kaum noch Akzente setzen. 

Strittige Aktion in der 83. Minute: ein Lok-Spieler soll den Ball im Strafraum an die Hand bekommen haben, der erfahrene Schiedsrichter Jens Klemm ließ aber weiterlaufen. 

Wie schon gegen Chemnitz machte auch diesmal wieder Matthias Steinborn den Deckel drauf, als er in der 90. Minute fast von der Mittellinie den Ball im leeren Tor versenkte. Heimtorhüter Oliver Birnbaum hatte bei einer vorhergehenden Ecke sein Glück als Stürmer versucht.

Teamchef Björn Joppe fasste nach dem Spiel zusammen: "Ich hatte meinem Jungs gesagt, dass es heute ein Charakterspiel ist. Solche Spiele muss man gewinnen, wenn man oben mitspielen will." 

Am Sonntag wartet mit dem Tabellenzweiten Berliner AK wieder ein echter Prüfstein auf die Loksche. Anstoß im Berliner Poststadion ist 13:30 Uhr.

Tore: 0:1 Ziane (52.), 0:2 Steinborn (90.)

Bischofswerdaer FV: Birnbaum - Heppner, Meinel, Mattern, Merkel - Zille (75. Graf), Cellarius, Kießling, Klotke (83. Cermak) - Grellmann (58. Kötzsch), Gries

1. FC Lok Leipzig: Kirsten - Urban, Misch, Pannier - Gottschick (46. Berger), Schinke, Malone, Pfeffer - Adler (46. Pommer), Steinborn, Ziane (70. Schulze)

Zuschauer: 602

Gelbe Karten: Pannier, Urban, Malone, Pfeffer (alle Lok) - Heppner, Merkel (alle Bischofswerda)