Foto: Familie Bahrdt

Verein, Top3, Top7 | Samstag, 29. Oktober 2022

GOLDENER (L)OKTOBER

1. FC Lok Leipzig - FSV Luckenwalde 2:0 (0:0)

Als "Goldener Oktober" wird eine sonnige Schönwetterperiode bezeichnet, wobei die bunt gefärbte Blätterpracht sich im Licht in einem "goldenen" Naturschauspiel entfaltet. Auch beim 1. FC Lok scheint aktuell die Sonne. Nach dem 2:0-Erfolg gegen Luckenwalde und damit dritten Sieg in Folge ist unsere Loksche in der Tabelle im obersten Regal mit dabei.

Cheftrainer Almedin Civa musste diesmal auf den erkrankten Farid Abderrahmane und den verletzten David Urban verzichten. Dafür kam Riccardo Grym zu seinem Startelfdebüt. Auch Djamal Ziane war wieder fit und bereit für große Taten. Im Gegensatz zum 2:1-Sieg gegen Altglienicke begann Mike Eglseder in der Abwehr.

Rein ins Spiel. Das erste Achtungszeichen setzte in der 5. Minute Theo Ogbidi mit einem schönen Solo auf der rechten Seite. Sein Schuss aus spitzem Winkel landete aber in den Armen von FSV-Torhüter Andre Thoms.

In der 27. Minute hatte Sascha Pfeffer die nächste Chance. Osman Atilgan flankte von links über die Luckenwalder Abwehr auf unseren Kapitän. Der zog ab, doch der Ball ging knapp am Pfosten vorbei.
Kurz vor dem Pausentee hatte der FSV Luckenwalde dann die Führung auf dem Fuß. Till Plumpe wurde durch einen klugen Pass im Strafraum frei gespielt. Der Luckenwalder zog ab, doch die Rinde knallte nur an den Innenpfosten und sprang wieder raus.

Nach der Halbzeit wurde dann unsere Loksche agiler. In der 56. Minute schickte Sascha Pfeffer den pfeilschnellen Theo Ogbidi auf der rechten Seite Richtung Strafraum der Luckenwalder. Im Gegensatz zum Derbysieg landete sein Schuss aber diesmal über dem Kasten.

Der aufmerksame Meteorologe des Probstheidaer Fußballs merkte aber nun, dass hier etwas in der milden Herbstluft lag. Und so kam es dann auch. Eine Flanke von der rechten Seite kam zum völlig freistehenden Sascha Pfeffer, der aus elf Metern trocken abzog und die Kugel im kurzen Eck versenkte.

Nur drei Minuten später dezimierten sich die Gäste durch ein rustikales Einsteigen von Lucas Vierling und der folgerichtigen Gelb-Roten Karte selbst. Lok wollte nun den Deckel aufs Spiel machen und erarbeitete sich eine ganze Reihe von Torchancen. Zehn Minuten vor dem Ende startete Osman Atilgan auf der linken Seite in den Strafraum und legte flach auf Sascha Pfeffer. Der schob aus spitzem Winkel zum 2:0 ein und setzt sich mit 7 Treffern an die Spitze der Torschützenliste der Regionalliga Nordost.

Am Ende steht an diesem lauen Herbstabend ein verdienter Sieg des 1. FC Lok. Zum Abschluss noch etwas Poesie von Theodor Storm: "Die blauen Tage brechen an, Und ehe sie verfließen, Wir wollen sie, mein wackrer Freund, Genießen, ja genießen!"

Nächsten Sonntag geht es nun zum SV Lichtenberg 47. Das nächste Heimspiel im "Bruno" ist am Sonnabend, den 12. November um 13 Uhr. Zu Gast ist dann der ZFC Meuselwitz. Karten gibt es bereits online und an allen Vorverkaufsstellen: https://bit.ly/Lok-Tickets

Tore: 1:0 und 2:0 Pfeffer (60./79.)

1. FC Lok Leipzig: Dogan - Eglseder - Piplica (80. Dombrowa) - Atilgan (81. Salewski) - Ziane (84. Weigel) - Heynke - Voufack (88. Zimmer) - Pfeffer (88. Rangelov) - Sirch - Ogbidi - Grym

FSV 63 Luckenwalde: Thoms - Koplin (63. Dahlke) - Becker - Plumpe (70. Einsiedel) - Borowski (71. Rothenstein) - Hellwig - Butendeich (81. Gottschick) - Vierling - Göth - Rankic - Francisco

Zuschauer: 2.865
Gelb: Borowski, Vierling (alle FSV), Atilgan (Lok)
Gelb-Rot: Vierling (FSV)