Foto: Bernd Scharfe

Verein, Top3, Top7 | Dienstag, 20. Oktober 2015

"Hier gibt es immer geilen Support"

Aus dem BRUNO: Interview mit Philipp Serrek

Nachfolgend gibt es das Interview mit Philipp Serrek aus dem Stadionheft BRUNO vom 2. Oktober 2015 gegen den SSV Markranstädt zum Nachlesen:

Am 16. Februar 1993 wurde Philipp Serrek in Pößneck geboren und begann dort beim VfB 09 das Fußballspielen. Über die Nachwuchsabteilungen von Carl Zeiss Jena und Borussia Dortmund ging es zum ZFC Meuselwitz. Für Rot-Weiß Erfurt II absolvierte der Außenspieler in den letzten beiden Oberliga-Spielzeiten 31 Partien und erzielte zwei Treffer. Im BRUNO steht der Neuzugang Rede und Antwort.

Seit drei Monaten ist Philipp Serrek in Leipzig. Wie gefällt’s ihm denn so in der Messestadt?

Mir gefällt Leipzig richtig gut. Auch meiner Freundin gefällt’s hier sehr. Es war definitiv die richtige Entscheidung, nach Leipzig zu kommen. Besonders die Seenlandschaft rund um die Stadt hat es uns angetan. Zum Abschalten und Spazieren waren wir schon oft an den Seen. In den ersten Wochen hatten wir hier ja auch teilweise 40 Grad. Da ging das gut.

Macht auch das Fußballspielen in Probstheida Spaß?

Das macht sogar riesigen Spaß. Ich spüre das Vertrauen des Trainers. Das ist für einen Spieler immer sehr wichtig. Wir wollen hohe Ziele erreichen. Ich freue mich sehr, dass ich hier sein kann und in dieser Mannschaft spiele.

Du wurdest im thüringischen Pößneck geboren und warst in den Nachwuchsabteilungen vom FC Carl Zeiss Jena und von Borussia Dortmund aktiv. Im Sommer bist du von der Reserve des FC Rot-Weiß Erfurt zum 1. FC Lok gewechselt. Wo rangieren die Blau-Gelben im Vergleich zu den genannten Profivereinen?

Das kann man gar nicht richtig vergleichen. Jena und Dortmund waren ja im Jugendbereich. In der B-Jugend bin ich damals zu Borussia Dortmund gegangen. Dort wurde uns nichts geschenkt. Es war keiner da, der uns die Wäsche gewaschen hat. Alles lief sehr natürlich ab. Es ist neu für mich, dass der Korb mit der gewaschenen Wäsche hier vor der Kabine steht. Auch in Erfurt gab es das nicht. Für Oberliga- und Regionalliga-Verhältnisse muss sich Lok Leipzig überhaupt nicht verstecken.

In Plauen hast du dein erstes Tor für den 1. FC Lok erzielt. Am Ende hieß es zwar 1:1. Aber was war das für ein Gefühl?

Es war ein großartiges Gefühl. Meiner Meinung nach war ich bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht richtig im Spiel. Dann kam die tolle Vorlage von Becks (Daniel Becker/.d.Red) und ich hab getroffen. Meine Familie war auch da und hat es gesehen. Ich hoffe, dass sich das bald wiederholt.

Zum Saisonauftakt der Oberliga-Saison 2002/2003 gastierte der VfB Leipzig erstmals zu einem Punktspiel in Pößneck und siegte vor 1.522 Zuschauern 5:1. Am 11. Mai 2004 gewannen die Leipziger vor 102 Zuschauern im Sportpark "An der Warte" mit 3:2. Es war das letzte Auswärtsspiel überhaupt für den VfB. War der damals zehn- bzw. zwölfjährige Philipp bei einem der Spiele dabei?

Also beim Spiel 2002 war ich dabei. Damals ist Pößneck gerade in die Oberliga aufgestiegen. Ich war Balljunge und bin an der Hand von Pößneck-Stürmer Christian Reimann ins Stadion eingelaufen. Mein Opa war damals auch Präsident vom Verein. Ich weiß noch, dass der Gästeblock bis auf den letzten Platz gefüllt war. Es war mächtig was los.

Was machst du eigentlich in deiner Freizeit, wenn du nicht auf dem Trainingsplatz stehst?

Ich verbringe sehr viel Zeit mit meiner Freundin und meiner Familie. Das ist mein großer Rückhalt und wichtig für mich. Ansonsten treffe ich mich natürlich auch mit Freunden.

Stimmt die Beobachtung, dass du eher der überlegte, ruhige Typ bist? Falls das stimmt, welches Buch liegt gerade bei dir auf dem Nachttisch?

(lacht) Also wenn ich lese, dann eigentlich nur Zeitung. Eine Leseratte bin ich nicht. Aber es stimmt schon, ich bin ganz entspannt und versuche mich nicht verrückt zu machen. Ich will niemandem etwas vormachen und versuche mich immer so zu geben, wie ich bin.

Der 17. September war ein großer Tag für den 1. FC Lok. Das Bruno-Plache-Stadion gehört wieder dem Verein. Was bekommt die Mannschaft eigentlich von diesen und anderen Aktivitäten mit: z.B. von den Arbeitseinsätzen auf dem Stadiongelände?

Das mit dem Stadion hat uns Teammanager René Gruschka in der Kabine erzählt. Alle haben applaudiert. Jetzt kann der Verein rund ums Stadion noch mehr realisieren. Das ist toll. Ich habe die Lok-App auf meinem Telefon, bin also immer gut informiert. Wenn wir samstags trainieren oder zu Spielen fahren, sehen wir die fleißigen Helfer immer bei ihren Arbeitseinsätzen. Es ist sehr wichtig und gut, dass Lok so viele positiv Verrückte hat.

Zum Abschluss natürlich die wichtigste Frage: Warum steht der FCL am Ende der Saison auf dem ersten Tabellenplatz?

Weil wir eine Mannschaft mit einer Riesenqualität haben, mit der wir alle schlagen können. Auch Ausfälle können wir gut kompensieren. Zum Beispiel beim 4:0 gegen Halle: Surma, Serrek zur Halbzeit raus und trotzdem ging es gut aus. (lacht) Wir müssen einfach auf uns schauen und uns nicht verrückt machen lassen. Außerdem gibt es hier immer einen geilen Support – auswärts und daheim. Deswegen spielt man Fußball!

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