Klub-Präsident Heiko Spauke. (Foto: Bernd Scharfe)

Verein, Top3, Top7 | Donnerstag, 23. April 2015

LOK-PRÄSIDENT REDET KLARTEXT

Heiko Spauke zur aktuellen Lage in der Oberliga

Explosive Stimmung herrschte gestern nach der Niederlage beim FC Erzgebirge Aue II. Die Auer "Veilchen" waren mit einer "aufpolierten" vermeintlich zweiten Mannschaft ins Rennen gegangen, die dank der Zweitliga-Erfahrung (insgesamt 53 Einsätze in der laufenden Saison der 2. Bundesliga) der engagierten Loksche den Schneid abkaufte.

Lok-Präsident Heiko Spauke war stinksauer und nicht mehr zu bremsen: "Dieses Spiel bringt das Fass zum Überlaufen. Diese Partie zum Sicherheitsspiel zu erklären und es auf einen Mittwochabend zu verschieben, ist ein Witz und grenzt in meinen Augen ganz klar an Wettbewerbsverzerrung. Aue wäre wahrscheinlich niemals mit dieser aufpolierten Mannschaft an einem Sonnabend aufgelaufen. Genau wie beim Spiel gegen die Zweite vom Chemnitzer FC im Februar, bei dem auch über die Hälfte der eingesetzten Spieler aus der ersten Mannschaft stammten. Hier frage ich mich doch wirklich: Ist die Oberliga eine sportlich interessante Liga oder ein Versuchslabor für die Profiteams?

Und überhaupt: Spiele im Amateurbereich mit diesem Anreiseweg auf einen Mittwochabend zu verschieben, ist völlig sinnfrei! Die Jungs, die bei uns kicken, gehen größtenteils tagsüber arbeiten und fahren dann noch über 100 Kilometer durch den Freistaat und wieder zurück. Wir haben am Sonnabend das nächste wichtige Spiel gegen RasenBallsport II vor uns und gar keine Möglichkeit, uns vollständig zu regenerieren. Und dass dieses Spiel gegen RasenBallsport, welches eigentlich ein Sicherheitsspiel ist, in Markranstädt stattfinden muss, ist in meinen Augen der Höhepunkt der Hafenrundfahrt! Vor gar nicht allzu langer Zeit ging kein Weg rein, dass Partien gegen Zwickau, Magdeburg oder Dynamo Dresden II im Bruno-Plache-Stadion stattfinden. Solch eine Partie wird nun aber in Markranstädt ausgetragen.

Man hat das Gefühl, dass uns von Seiten des Verbandes immer wieder Knüppel in die Beine geworfen werden. Und sowieso scheint man bei den Fußballverbänden hoffnungslos überfordert zu sein. Nicht zuletzt das Urteil, welches in der vergangenen Woche gegen unseren Stadtrivalen BSG Chemie Leipzig gefällt wurde, ist sehr zweifelhafter Natur... oder das Rumgeeiere mit dem VFC Plauen...

Der NOFV und der DFB müssen hier endlich aufwachen und die Spielregeln ändern. Unter diesen katastrophalen Bedingungen ist kein fairer, sportlicher Wettkampf möglich! Die jetzige Situation in der Oberliga lässt einen normalen und gerechten Spielbetrieb absolut vermissen. Und dabei geht es nicht um einen stinknormalen Fußballkick, sondern um die Existenz des mit Abstand zuschauerstärksten Fußballvereins der Oberligastaffel Süd."