Foto: Familie Bahrdt

Verein, Top3, Top7 | Samstag, 29. Februar 2020

NERVENKRIMI MIT HAPPY END!

1. FC Lok Leipzig - ZFC Meuselwitz 4:2 (1:1)

Vergesst den "Tatort"! Vergesst die "SOKO Leipzig"! Den wahren Krimi gibt es nur in Probstheida! In einem spannenden Spiel gewann der 1. FC Lok gegen den ZFC Meuselwitz nach einer dramatischen Schlussphase verdient mit 4:2 (1:1). Die Loksche ist damit neuer Spitzenreiter der Regionalliga Nordost.

Cheftrainer Wolfgang Wolf vertraute gegen die Zipsendorfer der erfolgreichen Start-Elf von Rathenow. Der Rasen im Bruno-Plache-Stadion präsentierte sich trotz der anhaltenden Regenfälle der letzten Tage in einem guten Zustand. Einem packendem Regionalligaspiel stand also nichts im Wege.

Die Blau-Gelben kamen gut ins Spiel und bestimmten in den ersten Minuten das Geschehen. In der 10. Minute passte Paul Schinke auf Maik Salewski und der schlenzte den Ball aus über 20 Metern unhaltbar zur frühen Führung ins linke Eck. ZFC-Keeper Ruben Aulig blieb ohne jede Chance.

Nach 20 Minuten wurden die Gäste aktiver und erarbeiteten sich deutlich mehr Spielanteile. In Minute 39 kombinierten sich die Meuselwitzer ansehnlich durch die linke Spielhälfte. Andy Trübenbach flankte dann im Strafraum auf den freistehenden Alexander Dartsch, der wenig Müh hatte, den Ball zum Ausgleich ins Netz zu befördern. Mit einem leistungsgerechten 1:1 ging es dann auch zum Pausentee in die Kabinen.

Wolfgang Wolf fand dann wohl in der Halbzeit die richtigen Worte, denn die Loksche präsentierte sich nach der Pause deutlich agiler. In der 48. Minute konnte die ZFC-Abwehr einen Eckball von Paul Schinke nicht entscheidend klären und Kevin Schulze flankte erneut in den 5-Meterraum, wo Kapitän Robert Zickert aus Nahdistanz zur erneuten Führung vollenden konnte.

In anderen Stadien würde sich nun gepflegte Langeweile breitmachen und der Gastgeber die Führung über die Zeit bringen. Nicht so im "Bruno". Die Lokabwehr "versiebte" den Ball im eigenen Strafraum und der gerade eingewechselte Sebastian Albert kann in der 61. Minute unbeträngt zum erneuten Ausgleich einnetzen.

Lok machte nun mächtig Betrieb und wollte unbedingt den Sieg! Die über 3.000 Zuschauer mussten aber trotz weiterer guter Chancen bis in die Schlussminuten warten. In Minute 88 verlängerte Djamal Ziane eine Flanke per Kopf in den gegnerischen Strafraum. ZFC-Torhüter Ruben Aulig griff am Ball vorbei und rutschte stattdessen in den inzwischen eingewechselten Romario Hajrulla. Den fälligen Elfmeter verwandelte Paul Schinke zur viel umjubelten 3:2-Führung.

Drei Minuten später passte der eingewechselte Ishmael Schubert-Abubakari steil auf Paul Schinke. Die ZFC-Abwehr kann den Ball nur kurz klären und "Isi" konnte im Nachschuss die endgültige Entscheidung perfekt machen. Der Rest war Jubel und Freude auf dem Platz und auf den Rängen.

Am nächsten Sonntag muss die Loksche zum Berliner AK, der zuletzt vier Spiele in Folge gewann. Das nächste Heimspiel gibt es am Freitag, dem 13. März. Zu Gast ist dann im Traditionsduell der BFC Dynamo.

Tore: 1:0 Salewski (10.), 1:1 Dartsch (40.), 2:1 Zickert (49.), 2:2 Albert (61.), 3:2 Schinke (90./Elfmeter), 4:2 Schubert-Abukari (90.+3)

1. FC Lok Leipzig: Guderitz - Berger, Zickert, Urban, Schinke (90.+3 Soyak) - Salewski, Brandt (78. Hajrulla) - Pfeffer, Schulze - Steinborn (76. Schubert-Abukari), Ziane

ZFC Meuselwitz: Aulig - Moritz, Raithel, Weiß, Reinhardt - Ernst, Becker (66. Rudolph) - Stenzel (86. Breitfelder), Trübenbach, Bürger (60. Albert) - Dartsch

Zuschauer: 3.061

Gelbe Karten: Salewski, Ziane (Lok) - Bürger, Becker, Breitfelder, Stenzel, Weiß (alle ZFC)