Foto: Thomas Gorlt

Verein, Top3, Top7 | Samstag, 01. Oktober 2022

RIESEN JUBEL IN DER SCHLUSSMINUTE

1. FC Lok Leipzig - FC Rot-Weiß Erfurt 1:0 (0:0)

Der 1. FC Lok entscheidet das Spiel gegen den Aufsteiger Rot-Weiß Erfurt durch ein spätes Tor von Bogdan Rangelov knapp für sich und bleibt damit in der Tabelle der Regionalliga weiter oben mit dabei. Bei bestem Fußballwetter sahen die über 5.000 Zuschauer ein über weite Strecken ausgeglichenes und kampfbetontes Spiel mit dem besseren Ende für die Messestädter.

Cheftrainer Almedin Civa brachte diesmal Leon Heynke für Zak Paulo Piplica. Ansonsten stand die Startelf vom Derbysieg im Landespokal auf dem hell erleuchteten Fußballfeld. Vor dem Anpfiff wurde Djamal Ziane geehrt. Er ist ab sofort mit 221 Einsätzen der Rekordspieler des 1. FC Lok seit dem Neustart in der 3. Kreisklasse 2004. Auf der Tribüne nahm diesmal unter anderem auch Fernseh-Experte Steffen Freund Platz. Mit Stahl Brandenburg spielte der Champions-League-Sieger 1990 zweimal im "Bruno". Der 1. FC Lok gewann jeweils mit 2:0.

Wie schon gegen den BFC Dynamo gaben die Blau-Gelben in den ersten 15 Minuten die Musik vor. Die erste Chance der Partie sahen die Fans beider Mannschaften bereits in der 3. Minute, als Lok-Kapitän Sascha Pfeffer den Ball von der rechten Strafraumkante nach innen flankte und Djamal Ziane mit einem Kopfball zum ersten Mal Torhüter Franco Flückiger prüfte. Nur fünf Minuten später verpasste erneut Djamal Ziane trotz maximaler Körperstreckung ein Flanke von Sascha Pfeffer nur knapp. Ein Fernschuss von Farid Abderrahmane aus 20 Metern rundete die starke Anfangsphase der Loksche ab.

Danach kamen die Gäste aus Erfurt besser ins Spiel. Ex-Lok Spieler Romarjo Hajrulla hatte mehrere gute Einschussmöglichkeiten, zielte aber immer knapp vorbei. Und so ging es nach 45 Minuten ohne wirkliche Großchancen in die Kabine.

Auch nach der Pause blieben die Gäste aus Thüringen spielbestimmend. Erst ab etwa der 65. Minute und einigen Wechseln entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, war wieder mehr Feuer drin. Eric Voufack haute aus 20 Metern halbrechts drauf und Flückiger musste schnell nach unten, um das Leder noch weg zu fausten. Auf der Gegenseite flankte Ciccarelli von der linken Seite und Seidemann köpfte am rechten Pfosten recht knapp am Lok-Tor vorbei.

Als der ein oder andere Zuschauer sich gedanklich schon mit dem Heimweg beschäftigte, viel es dann doch noch, dass erlösende 1:0. Zuerst versuchte Bogdan Rangelov mehrfach den Abschluss, blieb aber immer wieder hängen. Über Piplica, Ogbidi und Eglseder wanderte der Ball zu Djamal Ziane. Sein Schuss wurde von Manu abgefälscht und landete auf dem Unterleib von Bogdan Rangelov, der die Kugel letztendlich über die Linie beförderte. Das Stadion wurde zum Tollhaus.
In der Nachspielzeit warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne, selbst Torhüter Flückiger stattete dem Lokstrafraum mehrfach einen Besuch ab. Nützte aber alles nichts, am Ende gewinnt der 1. FC Lok knapp mit 1:0.

Am nächsten Sonnabend dampft die Loksche in die Lausitz zum FC Energie Cottbus. Karten gibt es online auf der Homepage des FC Energie Cottbus. Für das nächste Heimspiel gegen die BSG Chemie am 16. Oktober liegen uns aktuell noch keine Karteninformationen vor.

Tore: 1:0 Rangelov (90.)

1. FC Lok Leipzig: Dogan - Voufack (84. Grym) - Urban - Sirch - Zimmer - Abderrahmane (84. Rangelov) - Heynke - Dombrowa (84. Eglseder) - Pfeffer (61. Piplica) - Atilgan (61. Ogbidi) - Ziane

FC Rot-Weiß Erfurt: Flückiger - Moritz - Amougou Nkoa - Manu - Ballo - Biek (83. Tshilumba) - Tavares (72. Ciccarelli) - Startsev - Seidemann (83. Schwarz) - Hajrulla (72. Roscher) - Mergel

Zuschauer: 5.053

Gelbe Karten: Urban, Piplica (alle Lok) - Tavares, Moritz, Abou, Schwarz (alle Erfurt)