Verein, Top3, Top7 | Samstag, 11. Mai 2019

ZURÜCK IN DER SPUR

Eine clevere Loksche besiegt die Hertha-Bubis mit 2:0

Nach vier Niederlagen in Folge musste die Loksche am Freitagabend gegen die U23-Auswahl von Hertha BSC antreten. Im Amateurstadion des Berliner Olympiaparks fanden sich 616 Zuschauer (davon 130 aus Leipzig) ein und sahen ein spannendes und vor allem schnelles Spiel zweier Mannschaften, die eine große Spielfreude mit aufs Feld brachten.

Der FCL startete druckvoll in die Partie und konnte bereits nach 12 Minuten den ersten Treffer bejubeln. Matthias Steinborn war es, der in einem Tempogegenstoß perfekt angespielt wurde und in sehenswertem Solo mit dem Ball am Fuß über das halbe Spielfeld sprintete und Hertha-Torwart Klinsmann keine Chance ließ. Mittlerweile der 15. Saisontreffer unseres Ur-Berliners.

Danach machten die Hauptstädter mehr Druck. Insbesondere Nikos Zografakis und Fabio Mirbach wirbelten in der Lok-Hälfte mächtig umher. Lok-Hüter Benjamin Kirsten konnte in der 26. und 32. Minute zwei große Mirbach-Chancen vereiteln. Beide Teams waren sehr engagiert bei der Sache, der 1. FC Lok stand diszipliniert in ihren Abwehrreihen und presste früh. Bis hierher war es ein Spiel auf sehr hohem Niveau.

Die zweite Halbzeit begann die Loksche wieder sehr beherzt. Robert Berger hatte in der 55. Minute die Chance auf 2:0 zu erhöhen, doch sein Schuss landete nur am Außenpfosten. Der FCL ließ hinten weiterhin nicht viel zu. Insbesondere David Urban machte seinen Gegenspielern das Leben zur Hölle - gefühlt 100% der Zweikämpfe konnte er für sich entscheiden. Ganz großes Kino!

Paul Schinke hätte nach 73. Minuten zum 2:0 erhöhen können. Nach einer verlängerten Flanke, konnte Klinsmann seinen Schuss gerade so noch übers Tor lenken. Die Hertha-Bubis drängten in der Schlussviertel-Stunde massiv auf den Ausgleich, der 1. FC Lok stand weiterhin tief und sicher. In der 77. Minute verfehlte der freistehende Irwin Pfeiffer nur haarscharf das Tor. Sein Schuss flog knapp über die Querlatte.

Hertha machte hinten jetzt auf und für die Loksche gab es viel Platz zum Kontern. In der dritten Minute der Nachspielzeit nutzte Sascha Pfeffer einen erstklassigen Konter und machte mit dem 2:0 den Deckel auf die Partie.

1. FC Lokomotive Leipzig:
Kirsten, Zickert, Berger, Urban, Pannier (66. Malone), Schinke, Schulze (77. Ziane), Pommer (90. Krug), Salewski, Pfeffer, Steinborn



Tore:
0:1 Matthias Steinborn (12.)
0:2 Sascha Pfeffer (90.+3)

Zuschauer: 616