Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Sonntag, 05. August 2018
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Ein Ergebnis für alle „Träumer“

Lok-Coach Scholz findet auch an der Niederlage Positives

Das 1:4 des 1. FC Lok Leipzig am Freitagabend bei Viktoria Berlin hat Heiko Scholz die Laune gründlich verhagelt. Dennoch hatte die Niederlage für den Lok-Coach etwas Gutes. „An der 1:4-Klatsche zu Anfang der Saison kann man positiv sehen, dass alle Träumer ganz schnell wieder unten sind. Jedes Spiel müssen wir hart erkämpfen. Das ist das einzige Gute, dass man am Anfang der Saison ein paar Ansatzpunkte hat“, sagte Scholz. Abwehrprobleme, Offensivschwäche, er hat einige gesehen.

Schon in der Anfangsphase hatten die Leipziger Glück, nicht zeitig in Rückstand geraten zu sein. Hanf, Zickert und Berger retteten in höchster Not. Nach einer halben Stunde gelang den Gastgebern dann doch die verdiente Führung, als Scharkowski aus gut 20 Metern einnetzte. Lok gelang durch ein schönes Freistoßtor von Malone postwendend der Ausgleich. Doch drei Minuten vor der Pause gelang Viktoria durch eine Freistoß-Bogenlampe aus fast 40 Metern die erneute Führung.

Lok-Keeper Christopher Hanf sah dabei gar nicht gut aus. „Ich habe ich auf eine Flanke spekuliert, der Treffer geht ganz klar auf meine Kappe“, erklärte der Torhüter dazu. In Halbzeit zwei gab es keine Torchance für die Gäste, die Berliner erhöhten durch Tore von Scharkowski (63.) und Soyak (80.) schließlich auf 4:1.

„Wir haben in der Höhe verdient verloren. Das Ergebnis spricht mehr als 1000 Worte. Wir haben die ersten 20 Minuten der ersten Halbzeit komplett verschlafen. Wir haben Glück, dass wir nicht gleich zwei Mal in Rückstand geraten. Nach dem 0:1 sind wir mit dem Ausgleich relativ gut zurückgekommen. Wir waren dabei, das Spiel so langsam in den Griff zu bekommen – und kriegen dann so einen Sonntagsschuss. Dann sind wir nicht mehr so richtig reingekommen. Das dritte und vierte Tor haben wir selbst aufgelegt. Das ist bitter“, resümierte Robert Zickert, um eine Kampfansage hinterher zu schieben: „Das wird uns nicht umhauen. Es ist der zweite Spieltag. Es geht weiter.“

Der vom BFC Dynamo nach Probstheida gewechselte Matthias Steinborn fand Trost im frühen Saisonzeitpunkt. „Die Rückkehr nach Berlin habe ich mir so nicht vorgestellt. Wir wollten etwas mitnehmen. Dass es jetzt so ausgegangen ist, ist für uns negativ. Aber zum Glück ist es am Anfang der Saison passiert. Es sind noch 32 Spieltage. Wir haben noch genug Zeit, dass aufzuarbeiten.“ Ob das Team dabei vorangekommen ist, wird sich schon morgen (19 Uhr) zeigen, wenn der Aufsteiger vom Bischofswerdaer FV nach Probstheida kommt.

Von: ukö/M.K.