Quelle: Bild.de vom Samstag, 26. November 2016
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„Ich war emotional an der Grenze“

Wenn Lok am Sonntag bei Schlusslicht Neustrelitz um Punkte spielt, trainiert Benjamin Kirsten (29) in Leipzig. Der Torwart hat noch keine Spielgenehmigung. Das BILD-Interview.

BILD: USA, Holland, Verletzungen – hinter Ihnen liegen turbulente Monate...
Kirsten: „Im vergangenen Jahr bin ich emotional schon an die Grenze geraten, wo ich viel Halt brauchte. Und den habe ich zum Glück auch bekommen. Die Unterstützung war immer da – speziell von Heiko Scholz. Deshalb freue ich mich, dass ich ein Projekt beginne, zu dem ich stehe.“

BILD: Bis zum Winter bleibt allerdings Latendresse-Levesque die Nummer 1, sagt der Trainer. Die Bank wäre ein ungewohnter Platz.

Kirsten: „Überhaupt nicht. Mir fehlen noch gewisse Prozente. Wenn man vertragslos ist, kann man nicht immer an die Grenzen gehen. Ich habe mit angezogener Handbremse trainiert, um keine Verletzung zu riskieren. Das ist jetzt anders.“

BILD: Wie ist der Umgang mit Latendresse?

Kirsten: „Ganz normal wie mit anderen Mitspielern auch. Der Fußball lebt von Konkurrenz.“

BILD: Sie wollen mit Lok in Liga 3. Da müssten Sie bis mindestens 2020 bleiben.

Kirsten: „Wenn man in meiner Situation war, ist man erst einmal froh, unter Wettkampfbedingungen mit einem guten Trainer zu arbeiten. Im Sommer werden wir dann weiter sehen.“

Von: ANDRÉ SCHMIDT