Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Sonntag, 25. Februar 2018
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Nullnummer bei unter null für Lok im Berliner Kühlschrank

Berlin. Regionalligist Lok Leipzig konnte gestern endlich wieder um Punkte spielen, zu Gast waren die Mannen von Trainer Heiko Scholz beim FC Viktoria 1889 Berlin. Vor 559 Zuschauern (davon etwa 150 aus Leipzig) blieb es bei sehr knackigen Temperaturen deutlich unter null tatsächlich auch bei einem 0:0.
Scholz setzte auf eine Viererkette mit den Innenverteidigern Christian Hanne und Robert Zickert in der Abwehr und im offensiven Mittelfeld zwischen den Außen Maik Salewski und Nils Gottschick auf den wieder genesenen Sascha Pfeffer. Auf der Bank frieren mussten mit Peter Misch, Marcel Trojandt und Loks bisher zweitbestem Torschützen Paul Maurer auch Spieler, die in der Hinrunde zum Stammpersonal gehörten.

Auf dem steinhart gefrorenen Rasen entspann sich in der ersten Halbzeit eine muntere Partie. Am auffälligsten waren dabei die beiden Spieler im zentral offensiven Mittelfeld. Auf Berliner Seite Kapitän Ümit Ergirdi, dessen Schuss Lok-Torwart Benjamin Kirsten aus elf Meter Entfernung in der 16. Minute gerade noch so um den Pfosten fingern konnte, auf Lok-Seite ebenjener Sascha Pfeffer, der immer wieder das Offensivspiel der Blau-Gelben ankurbelte und auch selbst gefährlich wurde. Echte Torchancen oder gar Treffer sprangen jedoch auf beiden Seiten nicht heraus.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag aus Leipziger Sicht: Leider nicht laut genug, denn den Kopfball von Kapitän Markus Krug konnte Viktoria-Keeper Pascal Kühn auf der Linie entschärfen. Danach wirkten beide Teams weiterhin bemüht, aber Torgefahr wollte weiterhin nicht aufkommen. Bis zur 78. Minute, als Viktorias Batakan Yilmaz aus zehn Metern Maß nahm, aber Kirsten per Fußparade rettete. Anschließend passierte nicht mehr viel – beide Teams waren wohl mit der Punkteteilung zufrieden.

„Das Unentschieden geht in Ordnung. Beide Mannschaften hatten mit den widrigen Verhältnissen stark zu kämpfen. Wir können mit dem Punkt aber gut leben“, meinte Lok-Trainer Heiko Scholz. Auch Pfeffer schlug in diese Kerbe und sagte: „Ich habe mich unheimlich gefreut, dass es für mich wieder losgeht. Wir haben uns auf die widrigen Bedingungen sehr gut eingestellt, waren sicherlich über weite Strecken die bessere Mannschaft. Am Ende können wir mit dem 0:0 ganz gut leben.“ Routinier Markus Krug bekannte: „Es war schwierig auf dem Boden. Es hat sich angefühlt wie Beton. Wir wollten eigentlich gerne gewinnen, aber den Punkt nehmen wir natürlich mit. 

Lok: Kirsten – Berger (82. Trojandt), Hanne, Zickert, Krug – Malone, Schinke (79. Watahiki) – Salewski, Pfeffer, Gottschick – Ziane (79. Maurer).

Z.: 559.

Von: Carsten Muschalle