Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Mittwoch, 14. Februar 2018
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Ex-Dynamo-Mann Ziegenbalg wird Manager beim 1. FC Lok

Leipzig. Die Bilanz war nicht so rosig, die der 1. FC Lok Leipzig vor einigen Wochen seinen Mitgliedern vorstellte. Transfers in der Winterpause waren damit beim Regionalligisten vom Tisch. Nun bläst der Traditionsverein aus Probstheida zum Halali und verpflichtet das Dynamo-Dresden-Mitglied Nummer eins.
Wolf-Rüdiger Ziegenbalg wird der neue starke Mann beim 1. FC Lok Leipzig. Der 69-Jährige ist ab sofort Manager der Blau-Gelben und soll die Professionalisierung des Vereins entscheidend vorantreiben. Sprich Lok Leipzig bläst in der kommenden Saison zum Angriff mit dem Ziel Aufstieg in die 3. Liga.

Ziegenbalg war der erste Präsident von Dynamo Dresden nach der Wende. 1990 wurde er ins Amt gewählt. Ende 1992 trat er zurück, als Rolf-Jürgen Otto kam. Ziegenbalg hat noch immer die Mitgliedsnummer eins bei der SG Dynamo inne. Bereits bei der Mitgliederversammlung von Lok Leipzig war Ziegenbalg vorstellig. Als Berater sollte er den Verein unterstützen, auf Herz und Nieren prüfen, wo effizienter gearbeitet werden kann, wo Lok noch Hausaufgaben erledigen muss.

„Nach reiflicher Überlegung voriges Jahr habe ich den Auftrag ab Januar angenommen und begonnen, eine Vereinsanalyse mit Präsidium und Sponsor ETL zu  erarbeiten. Nach ersten Ergebnissen hat das Präsidium beschlossen, mich als Manager zu installieren“, sagte Ziegenbalg. „Nach der Restrukturierung und Konsolidierung möchte ich ab Sommer für die nächsten zwei Jahre gemeinsam mit wirklich allen ,Lokschen’ den Aufstieg in die 3. Liga schaffen und den Stadion-Neubau mit Hilfe von Stadt, Land und Wirtschaft voranbringen.“

Damit ist die Route der Leipziger klar. „Ich freue mich, so einen erfahrenen Strategen an unserer Seite zu wissen. Bei unseren ehrgeizigen Zielen müssen wir uns in vielen Bereichen professioneller aufstellen“, begründete Lok-Präsident Thomas Löwe den Neuzugang.

Eingerührt hatte den Deal übrigens ein Ex-Dynamo-Spieler, verriet Ziegenbalg: „Mein ehemaliger Spieler und jetziger Trainer Heiko Scholz hat mich um Hilfe gebeten.“ 

Von: Alexander Bley