Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Freitag, 16. Februar 2018
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Maurer will Mauer einschubsen und sich mehr trauen, ...

...vielleicht schon am Sonntag, 13.30 Uhr, gegen Nordhausen

Leipzig. Das Fett sollte gut und tief in die Töppen eingezogen sein – sofern sie denn noch aus Leder sind. Dreimal in Folge wurden die Lok-Spiele in der Regionalliga abgesagt. Dreimal Schuheputzen statt Gegnerputzen. Sonntag ist der Schmus vorbei. Die Blau-Gelben (4.) empfangen im Bruno-Plache-Stadion Wacker Nordhausen (3.).

„Das war gefühlt eine verlängerte Vorbereitung“, beschrieb Paul Maurer die vergangenen drei Wochen. Training, Training und nochmals Training. Der 21-Jährige hat sich bei den Leipzigern zu einem Schlüsselspieler gemausert. In 16 Partien dieser Saison hat er sechs Treffer gelandet und sechs vorbereitet.

Da geht noch mehr, sagt das Zauberfüßchen. Bisher macht ihm so gut wie keiner was bei Standards vor, was zudem noch für ein gutes Auge und saubere Technik spricht. Ergo Körper und Geist sich im Einklang befinden. Wobei der 21-Jährige im Köpfchen noch Reserven sieht. Genauer gesagt beim Selbstvertrauen. „Mal mehr trauen“, sagt der Mittelfeldspieler. Maurers Vertrag bei den Probstheidaern läuft aus, Tore und Vorlagen sind bekanntermaßen die besten Argumente beim Verhandeln. Übrigens: 16 Spieler beim 1. FC Lok betrifft das ...

Einer der nicht ausläuft (bis 2020), ist der von Sascha Pfeffer (31). Der erfahrene Drittligaspieler drängt aufs Grün. Nach halbjähriger Reha will sich der Hallenser beweisen. Das sollte dem Spiel der Blau-Gelben im Allgemeinen ganz gut tun. Denn zuletzt haperte es an Ideen in der Vorwärtsbewegung – beim ZFC Meuselwitz etwa.

Entlastung könnte das im Übrigen auch schaffen, denn mit Nordhausen kommt ein Pfund ins „Bruno“. Drittligist Chemnitz in der Vorbereitung 3:1 weggenascht. Aua!

Im Hinspiel verteidigten die Leipziger wie Löwen im Kuntz-Sportpark, weil Christian Hanne mit Rot zeitig runter musste. Wacker gewann verdient – aber nur 1:0. „Wir sind nicht Favorit, wollen aber drei Punkte“, sagt Trainer Heiko Scholz verschmitzt.

Von: Alexander Bley